Finnwale gehören zu den größten Walarten der Welt. Bei dem gesichteten Tier handelt es sich laut Experten um ein Jungtier. Dass es ein Finnwal ist, ist erkennbar an der vergleichsweise kleinen, sichelförmigen Rückenfinne, die weit hinten auf dem Körper sitzt.
Anhand einer charakteristischen Kerbe an der Rückenflosse lässt sich das Tier identifizieren – vermutlich handelt es sich um denselben Finnwal, der laut NDR seit Anfang des Jahres schon mehrfach in der Förde beobachtet wurde.
Zuletzt wurde der Finnwal vom Strand von Wassersleben in der Gemeinde Harrislee aus gesichtet. Das aktuelle, klare und windstille Wetter begünstigt die Beobachtungen: Bei glatter Wasseroberfläche ist die Chance am größten, das Tier zu sehen.
Dass Wale in der Ostsee für Aufsehen sorgen, ist keine Seltenheit. Im Juli zeigte sich vor der Nordspitze Rügens auf Höhe Nonnevitz ein Buckelwal. Wenige Monate zuvor beobachteten Angler ein solches Tier vor der Insel Hiddensee, bevor es in Richtung Bornholm davonschwamm. Buckelwale, die für ihre spektakulären Sprünge und komplexen Gesänge bekannt sind, verirren sich gelegentlich aus den tieferen Gewässern der Ozeane in die vergleichsweise flache Ostsee.