Mehr als zwei Jahre nach dem verheerenden Ostseehochwasser im Oktober 2023 haben im Damper Vorhafen die Vorbereitungen für die Sanierung begonnen. Der ehemalige Steg für Gastlieger wird aus der Verankerung gehoben und die wetter- und wassergegerbten Bauteile auf einem abgesperrten Lagerplatz vor dem Yachthafen-Bistro zwischengelagert, bevor sie abtransportiert werden. Die Demontage ist Teil der Vorbereitungen für die geplante Millionensanierung des Hafens. Auch im Hintergrund laufen die Planungen bereits auf Hochtouren.
Nach dem Abbau des alten Stegs sollen in den kommenden Wochen die Baggerarbeiten im Vorhafen beginnen. Die Kurbetriebe GmbH, eine hundertprozentige Tochter der Gemeinde, betreibt den Hafen und koordiniert die Wiederaufbauarbeiten. Für den Aushub soll ein Spülschiff nach Damp kommen, welches derzeit allerdings noch eingefroren ist. Trotz dieser Komplikation sollen die Arbeiten im Zeitplan liegen.
Bis Ende 2025 waren die Planungsleistungen für den Wiederaufbau europaweit ausgeschrieben. Nun stehen für die Sanierung des Hafens und der Mole zwei Unternehmen fest, mit denen für rund 24 Millionen Euro ein neuer, hochwassersicherer Hafen aufgebaut werden soll. Die Waterkant Ingenieure aus Güby übernehmen die Instandsetzung des Hafens, während Ramboll Deutschland aus Hamburg die neuen Molen plant. Erste Treffen haben laut René Kinza, Mitgeschäftsführer der Kurbetriebe Damp, bereits stattgefunden. Jetzt gehe es darum, das Konzept zu verfeinern und mit dem Land als Förderer abzustimmen.
Die Fertigstellung des komplett sanierten Hafens ist für Frühjahr 2028 geplant. Bis dahin ist wie in den vergangenen zwei Jahren wieder einen Notbetrieb mit rund 110 Liegeplätzen für Segler vorgesehen. Nach dem Abbau der kaputten Stege im nördlichen Hafenbereich, der voraussichtlich um Ostern herum beginnen soll, wird der Hafen schrittweise wieder aufgebaut. Die Arbeiten sind jedoch unter anderem von der Verfügbarkeit der Spezialfirmen abhängig.
Die Arbeiten bringen einige Einschränkungen für Einheimische und Gäste mit sich. Für die Aufschüttung des Aushubs müssen einige Strandbereiche gesperrt werden. Verbotsschilder sollten dringend beachtet werden weil die Gefahr besteht, im frisch aufgebrachten Sand einzusinken. Der möglicherweise von ihm ausgehende Gestank sollte sich aber nach wenigen Tagen verflüchtigen, so René Kinza, Mitgeschäftsführer der Kurbetriebe Damp.