Die Schleuse, die von 1999 bis 2001 erbaut wurde, steht normalerweise in den Sommermonaten als Selbstbedienungsschleuse zur Verfügung. Sportbootfahrer können das Bauwerk eigenhändig bedienen. Während der Sperrung bleibt die parallel verlaufende Großschifffahrtsschleuse für die Berufsschifffahrt geöffnet. Auch Sportboote dürfen die GSS während der regulären Öffnungszeiten nutzen. Die Arbeiten am Drehsegmenttor erfordern eine vollständige Trockenlegung des Bauwerks.
Schritt für Schritt erklärt: was man vor dem Schleusen mit Sportbooten oder der Berufsschifffahrt beachten sollte:
Die Instandsetzung der Schleuse erfolgt in mehreren Schritten. Zunächst wird im Bereich der Häupter mit vom Autokran eingesetzten Dammbalken abgedämmt. Durch den Einsatz von Pumpen wird das gesamte Bauwerk mit den Torverschlüssen trockengelegt. Anschließend führen die Techniker Reinigungs- und Instandsetzungsarbeiten am Drehsegmenttor im Oberhaupt durch. Die Arbeiten umfassen die Prüfung und Erneuerung von Verschleißteilen. Dazu gehören die Lagerkonstruktionen und Dichtungsgummis der Torverschlüsse. Diese Komponenten unterliegen durch den regelmäßigen Betrieb einem natürlichen Verschleiß und müssen in festgelegten Intervallen erneuert werden.
Die Großschifffahrtsschleuse steht während der gesamten Sperrzeit als Alternative zur Verfügung. Sportbootfahrer können die GSS während der Betriebszeiten nutzen. Die Schleuse dient primär der Berufsschifffahrt, lässt aber auch kleinere Fahrzeuge passieren. Das WSA Weser-Jade-Nordsee übernimmt als öffentlicher Dienstleister die Aufgaben der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung für das Bundesministerium für Verkehr. Die Wasserstraßen der Region und die dazugehörigen Bauwerke, die von Sturmfluten, Hochwasser und Tiden beeinflusst sind, werden vom WSA für den Schiffsverkehr bereitgestellt, gepflegt und überwacht. Das Amt dient damit dem sicheren, kostengünstigen und umweltschonenden Verkehrssystem Wasserstraße und Schiff.

Redakteurin Reise