Nordkai gesperrtWas in Assens jetzt auf Segler zukommt

David Ingelfinger

 · 24.08.2026

Nordkai gesperrt: Was in Assens jetzt auf Segler zukommtFoto: Asens Kommune
Der Hafen von Assens liegt nah an allen drei Riffstandorten bei Helnæs und Lyø.

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Der Nordkai im Hafen von Assens ist für Gastlieger gesperrt. Von dort bringt die dänische Umweltbehörde in den nächsten Monaten 80.000 Tonnen Naturstein für drei neue Steinriffe im Kleinen Belt aus. Dabei kann es zu Beeinträchtigungen im Hafen und in der Region kommen.

Grund für die Maßnahme ist die Zerstörung der natürlichen Steinriffe in den 1960er-Jahren. Damals wurden große Mengen Gestein aus dem Meer geholt, um sie an anderer Stelle an Land zu verbauen.. Dadurch sei jedoch ein vielseitiger Lebensraum zerstört worden. Mit der Initiative soll dieser nun renaturiert und wiederhergestellt werden.

Laut der Gemeinde steht der Nordkai in Assens Gastliegern bis zum Ende der Arbeiten nicht zur Verfügung. Wer Assens anläuft, muss also auf die übrigen Liegeplätze ausweichen. Beim Einlaufen selbst gebe es laut Hafenleiter Ole Knudsen jedoch keine Einschränkungen. Die Sperrung soll rund drei bis vier Monate dauern, voraussichtlich bis November 2026.

Lärm und Schwerlastverkehr bis in den Winter

Insgesamt 18 Küstenfrachter aus Norwegen sollen nacheinander am Nordkai in Assens anlegen, wobei jeder mit rund 4.500 Tonnen Naturstein beladen sei. Kleinere Spezialschiffe übernehmen die Fracht und bringen sie zu den Riffflächen. Ab dem 15. September sollen täglich drei Schleppkähne beladen werden. Laut den Angaben des Hafenbetreibers ist in dieser Zeit zwischen 6 und 19 Uhr in der Marina mit erhöhtem Lärm zu rechnen.

Was Segler beachten müssen

Die Folgen für Segler dürften neben der Behinderung durch Baumaßnahmen überschaubar ausfallen. Geplant sind Arbeiten an den Riffen vor Helnæs Nord, Helnæs Süd und Lyø. Der Genehmigungsantrag sieht vor, dass die obersten Steine mindestens fünf Meter unter der Wasseroberfläche bleiben müssen. In einem Teilgebiet bei Helnæs Nord sind vier Meter erlaubt. Für Fahrtenyachten bleibt damit also reichlich Wasser unter dem Kiel. .

Ob über den Riffflächen weiter geankert werden oder ob Sperrzonen geplant sind, ist bislang nicht bekannt. Da während der Bauphase jederzeit neue Meldungen dazukommen können, empfiehlt sich vor dem Befahren des Reviers ein Blick in die dänische Ausgabe der Bekanntmachungen für Seefahrer (BfS) Nautisk Information der Søfartsstyrelsen.

Renaturierung des Lebensraums

Hintergrund dieser Maßnahme ist nach Angaben der dänischen Küstenbehörde der Abbau der Steine in den sechziger Jahren. Diese haben den Meeresgrund nachhaltig geschädigt. „Deshalb haben wir uns auf großflächige Wiederherstellungen konzentriert, in der Hoffnung, mehr Makroalgen, Seeanemonen, Krabben, Fische und andere Meerestiere zu bekommen", sagt Projektleiterin Rune Nielsen von der Umweltbehörde.

Die aktive Renaturierung sei die einzige Methode, um den verlorenen Lebensraum zurückzubringen, hatte die Umweltbehörde im Antrag an das Küstenamt argumentiert. Die Genehmigung für die Baumaßnahmen kam im Dezember 2025. Das Projekt umfasst insgesamt zehn Hektar und ist nach Angaben der Gemeinde Assens eines der größten Vorhaben dieser Art in der Geschichte Dänemarks.


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Weit entfernt von den Küsten im Rhein-Main-Gebiet aufgewachsen, fand David Ingelfinger erst im Alter von elf Jahren auf den niederländischen Gewässern zum Segelsport. Was als Familienurlaub ohne großartige Vorkenntnisse begann, mündete in einer steilen Lernkurve, aus der die dauerhafte Leidenschaft fürs Segeln entsprang. Seine praktischen Erfahrungen festigte er über die Jahre mit dem Erwerb des SKS und zahlreichen Meilen als Skipper auf Charteryachten im Ijsselmeer, der Nordsee sowie im Mittelmeer. Nach seinem Studium der Publizistik schlägt er nun die Brücke zwischen dem journalistischen Handwerk und der Praxis auf dem Wasser und bringt seine Begeisterung für den Sport als Volontär in die Redaktion der YACHT ein.

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