DänemarkLangebro - bald keine Durchfahrt mehr durch Kopenhagen?

Christian Tiedt

 · 19.09.2026

Dänemark: Langebro - bald keine Durchfahrt mehr durch Kopenhagen?Foto: Google, Data SIO, NOAA, U.S. Navy, NGA, GEBCO, Landsat / Copernicus, IBCAO, Data LDEO-Columbia, NSF, NOAA, Kartendaten 2026
Die Langebro mit der LIlle Langebro im Hintergrund.
Kopenhagen prüft, die Öffnungsfunktion der bekannten Langebro aufzugeben. Die Sanierung der Klappbrücke wäre teuer, eine dauerhaft geschlossene Brücke hätte aber Folgen für größere Schiffe im Südhafen.

Seit dem 9. September läuft eine sechswöchige öffentliche Konsultation zur Zukunft der Langebro. Die Stadt will anschließend entscheiden, ob die Brücke weiterhin für die Schifffahrt öffnen soll. Die Entscheidung soll im Frühjahr 2027 in die Haushaltsverhandlungen einfließen.

Kosten von mindestens 56 Millionen Euro

Die Klappen der 1954 eröffneten Brücke, die zu den Wahrzeichen der dänischen Hauptstadt gehört, sind sanierungsbedürftig. Als weiter öffnungsfähige Brücke würde die Instandsetzung laut Stadt 400 bis 417 Millionen dänische Kronen (etwa 56 Millionen Euro) kosten, zuzüglich 44 Millionen Kronen für begleitende Arbeiten.

Die Bauzeit läge bei rund drei Jahren zwischen 2029 und 2034. Eine nicht mehr öffnungsfähige Lösung veranschlagt die Kommune mit insgesamt rund 207 bis 257 Millionen Kronen und einer Bauzeit von etwa eineinhalb Jahren.

Sieben Meter unter der geschlossenen Brücke

Die Durchfahrtshöhe der Langebro beträgt im geschlossenen Zustand rund sieben Meter über dem üblichen Wasserstand. Das reicht für viele kleinere Fahrzeuge und Sportboote, aber nicht für Segelyachten und größere Schiffe. Die Stadt zählt rund 100 Öffnungen der Langebro pro Jahr, vor allem für Ausflugsboote, aber auch für private Segelyachten, Hausboote und Arbeitsfahrzeuge. Die Zahl der Passagen in geschlossenem oder offenem Zustand wird mit 16.000 angegeben.

Ab Mitte 2028 sollen Öffnungen wegen des schlechten Zustands der Klappen ohnehin nicht mehr bestellt werden können. Für die Revierplanung in Kopenhagen wird die Frage damit früh konkret. Die Stadt hatte zuletzt bereits neue Regeln für den Hafenbereich eingeführt. Wie sehr Arbeiten an einer Klappbrücke die Passage prägen können, zeigt auch die Sperrung der König-Christian-X.-Brücke in Sønderborg. Details zur Konsultation veröffentlicht die Stadt Kopenhagen.

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Welche Bedeutung hat eine weiterhin öffnungsfähige Langebro aus Ihrer Sicht für Törns und das Leben im Kopenhagener Hafen?

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Christian Tiedt

Christian Tiedt

Ressortleiter Reise

Christian Tiedt wurde in Hamburg geboren, blieb lange aber ohne direkten Zugang zum Wassersport. Nach der Berufsausbildung bot das Studium dann endlich die Gelegenheit, auf dem Wasser aktiv zu werden – und die entsprechenden Führerscheine zu machen. Zuerst beim Fahrtensegeln und dann, mit dem Einstieg bei BOOTE im Jahr 2004, auch mit Motorbooten aller Art. Christian konnte inzwischen fast ganz Europa (und einige weiter entfernte Destinationen) auf eigenem Kiel kennenlernen und teilt seine Erlebnisse und Erfahrungen für die YACHT und BOOTE am liebsten in Törnreportagen.

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