Christian Tiedt
· 01.07.2026
Dänemarks Riviera heißt Øresund: Vom Kattegat bis nach Kopenhagen reihen sich die Seebäder aneinander. Nicht nur die Hauptstädter lassen hier im Sommer die Seele baumeln. Strahlend weiße Jugendstilvillen, stolze Kapitänshäuser und reetgedeckte Fischerkaten prägen das Bild, Rosenstöcke und Kiefern. Dazwischen immer wieder Strände – und Häfen. Ein knappes Dutzend sind es. Mittendrin: Humlebæk.
Man würde nicht ahnen, dass dieser gemütlich verschlafene Hafen „seeseitiger“ Eingang einer der kulturellen Highlights des Landes ist. Denn gleich hinter dem schattigen Schirm der hohen Bäume auf der anderen Seite des Havnevej liegt das Gelände des Louisiana Museum of Modern Art.
Dort wird die internationale Kunst seit 1945 dokumentiert, von Pop-Art bis zum Neuen Realismus, von der Malerei bis zur Aktionskunst. Dazu gibt es in jedem Sommer ein Programm mit Open-Air-Veranstaltungen und Sonderausstellungen. Eine davon widmet sich derzeit Lucian Freud, einem der großen figurativen Maler des 20. Jahrhunderts.
Humlebæks kleiner Gemeindehafen wird von zwei Steinmolen eingerahmt, die Tiefe in der schmalen Einfahrt beträgt 2,8 Meter. Liegeplätze für Yachten stehen entlang der Außenseiten zur Verfügung, Strom und Wasser sind vorhanden. Beim Hafenbüro gibt es Leihfahrräder. Falls alle Plätze belegt sein sollten, bieten sich auch die Häfen von Espergærde im Norden und Sletten im Süden an, jeweils nur rund eine Seemeile entfernt.

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