ÅrøsundFeuer wütet im Sportboothafen, Yachten und Hallen abgebrannt

Tom Stender

 · 26.10.2026

Verheerende Verwüstungen während des Brandes im Hafen. | Foto Kenn Egtved / minbaad.dk
​Ein schwerer Brand hat am Freitagabend im dänischen Sportboothafen Årøsund am Kleinen Belt gewütet. Mehrere Yachten und angeschlossene Bootshäuser wurden dabei vollständig zerstört. Die Feuerwehr war fast sieben Stunden im Einsatz.

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Ein Großbrand brach im dänischen Sportboothafen Årøsund aus und zerstörte mindestens sechs Yachten sowie einige Bootshäuser. Nach Angaben des dänischen Wassersportportals Minbaad.dk ging die erste Meldung um 20.15 Uhr bei der Polizei ein. Zu diesem Zeitpunkt standen bereits mehrere Boote und Bootshäuser in Flammen. Über dem Hafengelände breitete sich dichter Rauch aus.

Brandursache noch ungeklärt

Die Polizei rief die Bevölkerung dazu auf, das Gebiet weiträumig zu meiden, um die Einsatzkräfte bei ihrer Arbeit nicht zu behindern. Zur Brandursache lagen zunächst keine Erkenntnisse vor.

Mehr als fünf Boote vollständig ausgebrannt

Am Tag nach dem Brand wurde das Ausmaß der Schäden deutlich. Ein Augenzeuge berichtete gegenüber dem dänischen Nachrichtenportal Minbaad.dk von sechs bis sieben vollständig ausgebrannten Booten. Mindestens zwei weitere Yachten sollen Totalschäden erlitten haben. Darüber hinaus wurden sechs bis sieben Bootshäuser zerstört.

Der Hafenbetreiber bestätigte auf seiner Internetseite, dass sämtliche Bootshäuser der Reihe D mitsamt den darin abgestellten Booten vollständig vernichtet wurden. Auch der hafeneigene Traktor sowie ein Transportwagen mit Hebegeschirr und Gurten wurden durch das Feuer zerstört. Aufnahmen von Augenzeugen zeigen das Ausmaß des Feuers mit meterhohen Flammen und einer massiven Rauchentwicklung.

Die Feuerwehr kämpfte über sechs Stunden

Erst am Samstagmorgen konnte der Brand vollständig gelöscht werden. Eine abschließende Liste der beschädigten und zerstörten Boote liegt bislang ebenso wenig vor wie eine verlässliche Schätzung der Gesamtschäden.

Trotz der erheblichen Schäden an Booten, Gebäuden und Hafenausrüstung gab es nach bisherigen Informationen keine Verletzten.

Ermittlungen zur Brandursache laufen

Die südjütländische Polizei teilte am Samstagmorgen mit, dass die Ursache des Feuers weiterhin unbekannt sei. Das betroffene Hafengelände wurde abgesperrt. Brandermittler sollen den Bereich im Laufe der Woche genauer untersuchen, um den möglichen Auslöser des Großbrandes festzustellen.

Der Hafenbetreiber hat die betroffenen Bootseigner dazu aufgefordert, ihre Versicherungen zeitnah zu informieren und die entstandenen Schäden mit Fotos zu dokumentieren. Bis die Behörden das Gelände freigeben, dürfen weder Boote noch andere Gegenstände vom Brandort entfernt werden.

Auch deutsche Eigner sind von der Brandkatastrophe betroffen. Jetzt ist es wichtig, die eigenen Schäden zu dokumentieren und der Versicherung zu melden. Dafür sollten aussagekräftige Detailaufnahmen von Schäden gemacht werden.

Wie Sie Ihr Boot vor Brandschäden schützen können, erklären wir in unserem Spezialartikel zum sicheren Arbeiten im Winterlager.

Was Geschädigte jetzt tun müssen:

  • Dokumentation der Schäden mit aussagekräftige Detailaufnahmen
  • detaillierte Schadenschilderung
  • Auflistung der Schäden (Schadensliste)
  • Evtl. schon Kostenvoranschläge für Ersatz
  • Treten Sie keine Forderungen gegenüber dem Versicherer an Dritte ab
  • Alle Rechnungen sammeln, die im Zusammenhang mit dem Schaden stehen

Buchtipp

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Waren Sie auch schon einmal von einem Brand getroffen? Schreiben Sie Ihre Erfahrungen in die Kommentare.

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Tom Stender

Tom Stender

Redakteur

Auf eigenem Kiel ist Tom Stender seit 1992 unterwegs. Zuvor besegelte er mit seinen Eltern die Adria – von der Kvarner Bucht bis hinunter an die albanische Grenze.

Mit seinem ersten eigenen Boot, einem rund neun Meter langen Langkieler, lernte Tom Anfang der 90er das Segeln in Holland noch einmal neu. Das Motto lautete hier fortan: Reff einbinden und lossegeln – das geht auch ohne Segelschein!

Nach immer häufigeren Törns auf der Nordsee hatte Tom schließlich genug vom Leben nach den Gezeiten. Ein Abstecher an die Ostsee brachte ihn zurück zu den Blautönen seiner Kindheit. Sein neues Heimatrevier wurde die Lübecker Bucht, diesmal mit Sportbootführerschein.

Als Redakteur bei einem Lübecker Wassersportverlag brachte Tom Stender die vielfältigen Eindrücke rund um den Wassersport auf Papier bzw. Bildschirm. Seit Ende Oktober 2026 arbeitet Tom als Redakteur bei YACHT und BOOTE.

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