Dänemarkalle News: Teures Ankern ohne Ball

Meinert Matzek

 · 08.07.2002

Auch die dänische Polizei entdeckt die Segler als lohnende Einnahmequelle

500 Dänenkronen musste ein dänischer Segler berappen, weil er während des Ankerns nicht den natürlich auch in Dänemark vorgeschriebenen Ankerball gesetzt hatte.

Er hatte - nichts Böses erwartend - auf der dänischen Seite der Flensburger Förde hinter den Ochseninseln mit seinem Zweimaster vor Anker gelegen, als ein ziviles, aber mit drei Polizisten besetztes Schlauchboot bei ihm längsseits kam und bar kassierte. Die dänische Polizei ist normalerweise auf dem Wasser gar nicht präsent. Die drei tüchtigen Beamten hatten sich für diese Aktion eigens ein Boot organisiert.

Während dieses Vergehen von deutschen (F)Ahndern nur mit 10 Euro belegt wird, langen die Dänen bei diesem geringfügigen Vergehen bereits voll in die Bordkasse. Der Grund: 500 Kronen sind die Mindestgebühr im dänischen Strafenkatalog. Darunter geht nichts.

Es ist also anzuraten, sich auch in dänischen Gewässern wieder auf die alten Tugenden der Seemannschaft zu besinnen. Es lohnt sich.

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