Warnemünder Woche 2026Die wichtigsten Sieger, Klassen und Momente

Lars Bolle

 · 13.07.2026

1. Platz U17 der O’pen Skiff Euro Challenge: Pawel Sitko.
Foto: Pepe Hartmann
Die Warnemünder Woche 2026 ist mit sehr unterschiedlichen Bedingungen zu Ende gegangen. Zwischen Böen bis acht Beaufort, Flautenphasen und steiler Welle prägten vor allem die verkürzte Rund Bornholm, das ILCA-7-Finale um Ole Schweckendiek und starke Auftritte von André Budzien die Regattawoche.

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Die Warnemünder Woche 2026 hat nach Angaben des Veranstalters 386 Boote und Yachten sowie 774 Seglerinnen und Segler auf neun Regattabahnen zusammengebracht. Zum Auftakt peitschten Böen bis acht Beaufort über die Ostsee, in der Wochenmitte zwang ein Sturmtief mehrere Klassen zur Pause, am zweiten Wochenende entschied dann Leichtwind über die letzten Läufe.

Warnemünder Woche 2026: Rund Bornholm setzt den Offshore-Akzent

Den markantesten Offshore-Moment lieferte die verkürzte Rund Bornholm. Wegen angekündigter Sturmböen nahm die Wettfahrtleitung die klassische Langstrecke von rund 250 auf etwa 120 Seemeilen zurück und legte den Wendepunkt nördlich von Rügen.

In der Yardstickwertung setzte sich die „Skendata-Illbruck“ nach berechneter Zeit vor der „OSPA“ durch, nach gesegelter Zeit lagen beide Yachten im Ziel nur wenige Minuten auseinander. In ORC gewann „Universitas“ mit Hauke Sponholz, in ORC Club lag „Vaiana“ vorn. Wer die Langstrecke separat vertiefen will, findet die Details hier:

Schweckendiek dreht das ILCA-7-Duell

Sportlich besonders eng wurde es in der ILCA-7-Klasse. Nach zwei starken Tagen hatte zunächst Nik Aaron Willim geführt, am Abschlusstag zog Ole Schweckendiek mit einem ersten und einem zweiten Platz aber noch vorbei und gewann die Eastern District Championship.

Auch in den übrigen ILCA-Feldern fielen klare Entscheidungen. In ILCA 4 gewann Kira Gremlitza, in ILCA 6 dominierte Victor Hensel die Serie mit einer besonders konstanten Woche.

Budzien doppelt, Hollweg gewinnt die J/70-IDM

Gleich zwei Ausrufezeichen setzte André Budzien. Der Schweriner gewann zunächst im Finn-Dinghy und später auch noch in der OK-Jolle. In der J/70 sicherte sich Kai-Uwe Hollweg bei seinem ersten Start auf dem Revier vor Warnemünde den deutschen Meistertitel.

Nachwuchsregatten und Wetterextreme geben der Woche Profil

Die 88. Auflage lebte nicht nur von Meisterschaften, sondern auch von internationalen Nachwuchsregatten. Dazu gehörten die Zoom8-Weltmeisterschaft und die erstmals in Warnemünde ausgetragene O’pen Skiff Eurochallenge.

Zum Abschluss stand in der Zoom8 der Österreicher Jakob Gsell ganz oben, in den O’pen-Skiff-Wertungen gewannen Milej Krzysztof in U13 und Pawel Sitko in U17. In allen Klassen konnten trotz der Wetterwechsel genügend Rennen für abschließende Ergebnisse gesegelt werden.


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Lars Bolle

Lars Bolle

Chefredakteur Digital

Lars Bolle ist Chefredakteur Digital und Gründer von YACHT-Online. Viele Jahre war der Diplom-Sportwissenschaftler als Redakteur der YACHT in den Bereichen Sport und Seemannschaft tätig und hat die größten Segelsport-Veranstaltungen der Welt begleitet, vom America's Cup bis zu Olympischen Spielen. Seine persönliche Segel-Vita reicht vom Leistungssport in der Jolle (Deutscher Meister 1992 im Finn Dinghi) über historische und moderne Jollenkreuzer bis hin zu europaweiten Charter-Törns.

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