Das abziehende Tief bescherte den Seeseglern bei ihrer Mittelstrecken-Regatta von Travemünde nach Grömitz kräftige Böen mit deutlich über 20 Knoten und damit anspruchsvolles Segeln. Erstes Boot im Ziel auf dem 40 Seemeilen langen Kurs war die "Big Easy III" von Thomas Weidemann (Kiel) nach einer gesegelten Zeit von rund sechseinhalb Stunden. Schnellstes Schiff auf dem Kurs der kleineren Yachten (32 Seemeilen) war die "Sisqua" von Armin Balser (Frankfurt). Daneben starteten die Matchracer in ihre Deutsche Meisterschaft, und Finns, 505er, Trias und 18-Footer gingen zu ihren Ranglistenregatten auf die Bahn.
Rot und Weiß waren dagegen die dominierenden Farben am zweiten Regattatag. Denn der Antwortwimpel als Zeichen für Startverschiebung baumelte im flauen Wind an fast allen Signalmasten der Wettfahrtleitungen. Lediglich die seegehenden Yachten konnten beim zweiten Teil ihrer Mittelstrecken-Regatta rechtzeitig auf die Bahn geschickt werden. Aber auch sie litten unter dem schwachen Wind und mühten sich über einen verkürzten Kurs von 21 Seemeilen. Als schnellste Yacht in dem Nervenspiel erwies sich erneut die "Big Easy III" von Thomas Weidemann. Daneben schafften schließlich nur noch die Matchracer ein paar Rennen. Ohne weitere Wettfahrten durften sich indes die 505er-Segler Andreas Jungclaus/Thomas Tschentscher (Hamburg) als erste Sieger der TW 2012 bei den Jollen feiern lassen, denn ihre Klasse beendete am heutigen Sonntag ihren TW-Auftritt. In Abwesenheit der absoluten 505er-Spitze, die derzeit ihre WM vor La Rochelle/Frankreich segelt, dominierten Jungclaus/Tschentscher das Geschehen der schnellen Zweimann-Jollen mit drei Siegen in drei Wettfahrten.
Rund 350.000 Zuschauer kamen nach Veranstalterangaben am ersten Wochenende nach Travemünde.

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