​Travemünder Woche 2026Titel-Flut und RS Games als Zugpferd

Lars Bolle

 · 19.01.2026

Die RS-Klassen werden mit ihren RS Games für tolle Bilder zur Travemünder Woche sorgen.
Foto: Christian Beeck/TW
Nach dem sportlich durchwachsenen Jahr 2025 wollen die Macher der Travemünder Woche 2026 wieder ein klares Signal setzen. Das Regattaprogramm wird stark international: Mit vielen Welt und Europameisterschaften und den RS Games, die erstmals außerhalb Englands stattfinden, rückt Travemünde für eine Woche in den Fokus der Klassenregatten.

Rekordkurs bei Welt und Europameisterschaften

Für die 137. Ausgabe der Travemünder Woche rechnen die Organisatoren mit rund 900 Booten und über 1.500 Seglerinnen und Seglern. Das gaben sie bei der Programmvorstellung während der boot-Düsseldorf bekannt. Das sportliche Kernstück ist die Dichte an Titelkämpfen: voraussichtlich 28 Entscheidungen, darunter 16 Welt und Europameisterschaften. Das ist selbst für Travemünde ein außergewöhnlicher Wert.

RS Games erstmals außerhalb Englands

Den größten Einzelaufhänger liefern die RS Games. Erstmals wird dieses Format nicht in England ausgetragen und Travemünde bekommt damit ein Paket, das die Regattawoche prägen dürfte: zwölf RS Klassen sind angekündigt, verbunden mit 13 Meisterschaften. Für viele Crews ist das auch für die Planung interessant, weil das Programm so gestaltet ist, dass Teilnehmende teils bei mehreren Wertungen an den Start gehen können, vom Nachwuchs bis zu den Eltern.

Bei der RS Feva wird eine Jugend Weltmeisterschaft ausgetragen. Bereits 2021 gingen vor Travemünde 97 Boote an den Start, diesmal dürfte das Feld größer werden. Auch die RS Tera soll zur WM mit rund 80 Booten kommen. In der RS Aero stehen gleich zwei Titelprogramme an: EM für die Erwachsenen und WM für die Jugendlichen, aufgeteilt in vier Rig Kategorien. Insgesamt könnten hier über 150 Teilnehmende zusammenkommen. Dazu wird die RS 500 als schnelle Skiffklasse um Welt- und Europameistertitel segeln.

​Etwas kleiner werden die weiteren RS-Klassen ausfallen. Die Qualität des Teilnehmerfeldes wird allerdings ebenfalls hochklassig sein. Die modernen Jollen und Skiffs der RS 100, RS 200, RS 400, RS 700 und RS 800 segeln ebenso um den EM-Titel wie die RS Vareo.

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Und die Werft aus Großbritannien bietet noch mehr Varianz. Mit den RS21 kommt eine Kielboot-Klasse zum Euro Cup nach Travemünde, und die – ebenfalls mit Kiel ausgestattete – RS Venture Connect hat sich als die inklusive Klasse schlechthin etabliert und wird zur Travemünder Woche den EM-Titel aussegeln.

Klassiker mit Geschichte: Vaurien, Drachen, Folkeboote

Auch traditionelle Klassen liefern 2026 starke sportliche Ankerpunkte. Die Vaurien kehren mit ihrer Weltmeisterschaft zurück, wie schon 2018, diesmal im Jahr des 75. Konstruktionsjubiläums. Die Drachen segeln um die Norddeutsche Meisterschaft, viele Topcrews dürften das Revier bereits mit Blick auf den geplanten Goldcup 2027 checken. Ein besonderes Prestige Event wird zudem bei den Nordischen Folkebooten erwartet: Der Goldpokal kommt nach Travemünde und wird dort 2026 zum zehnten Mal ausgesegelt, eine Trophäe mit Wurzeln in Lübeck und hohem Stellenwert in der Klasse.

Das Regattaprogramm

​Welt- und Europameisterschaften

  • 18.-21. Juli: WM RS Tera
  • 18.-21. Juli: EM RS 700
  • 18.-21. Juli: EM RS 800
  • 18.-21. Juli: EM RS Venture Connect
  • 18.-22. Juli: EM/WM RS 500
  • 20.-24. Juli: EM und Jugend-WM RS Aero (5 / 6 / 7 / 9)
  • 20.-24. Juli: WM Vaurien
  • 21.-25. Juli: Gold Cup Folkeboot
  • 22.-26. Juli: WM RS Feva
  • 23.-26. Juli: EM RS 100
  • 23.-26. Juli: EM RS Vareo
  • 23.-26. Juli: EM RS 200
  • 23.-26. Juli: EM RS 400
  • 23.-26. Juli: Euro-Cup RS 21

German Open

  • 18.-20. Juli: German Open J/22

Norddeutsche Meisterschaft

  • 23.-26. Juli: Drachen

Ranglistenregatten

  • 18.-19. Juli: Hobie 14
  • 18.-19. Juli: Hobie 16
  • 18.-20. Juli: Olympiajollen
  • 18.-20. Juli: H-Boot
  • 18.-21. Juli: Finn Dinghy
  • 23.-26. Juli: Formula 18
  • 23.-26. Juli: Dart 18

Seesegeln

  • 17.-18. Juli: Offshore (Langstrecke)
  • 19. Juli: Up-and-Down (Kurzsstrecke)
  • 25.-26. Juli: Offshore (Mittelstrecke)

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