Tag vier bei der ORC-WM vor TallinnDeutsche WM-Crews in zwei Klassen Kopf an Kopf

Tatjana Pokorny

 · 12.08.2021

Tag vier bei der ORC-WM vor Tallinn: Deutsche WM-Crews in zwei Klassen Kopf an KopfFoto: Alexela ORC WM Tallinn / Felix Diemer

In Gruppe A und B kämpfen GER-Boote vor dem letzten WM-Drittel um die Podestplätze: "Outsider" vs. "Halbtrocken 4.5" und "Intermezzo" vs. "Sportsfreund"

Das Feld der WM-Gruppe A ist klein, aber sehr fein und bietet aus deutscher Sicht ein bislang packendes Duell um den Sieg: Tilmar Hansens TP 52 "Outsider" mit Skipper Bo Teichmann und Michael Berghorns Mills 45 Custom "Halbtrocken 4.5" segeln seit WM-Tag 1 Bug an Bug um die Krone in der Klasse der größten Yachten. Führte zum Auftakt nach der Langstrecke noch die "Halbtrocken 4.5", konnte inzwischen die "Outsider"-Crew mit einem Punkt Vorsprung das Kommando übernehmen. Die Serien beider Teams können sich bislang mehr als sehen lassen: Die "Outsider"-Crew punktete mit 2, 1, 1, 4, 1 schon dreimal mit einem Tagessieg, die "Halbtrocken 4.5"-Mannschaft schlug sich mit 1, 2, 2, 3, 2 nahezu ebenbürtig. Drei Rennen bleiben beiden Mannschaften für den finalen Griff nach der WM-Krone.

  Tilmar Hansens "Outsider" führte das Klassement am Abend des vierten WM-Tages knapp vor Michael Berghorns "Halbtrocken 4.5" anFoto: Alexela ORC Worlds Tallinn / Felix Diemer
Tilmar Hansens "Outsider" führte das Klassement am Abend des vierten WM-Tages knapp vor Michael Berghorns "Halbtrocken 4.5" an
  Michael Berghorns Crew auf der "Halbtrocken 4.5"Foto: Alexela ORC Worlds Tallinn / Felix Diemer
Michael Berghorns Crew auf der "Halbtrocken 4.5"

Während die finnische "Mercedes-Benz EQ Power" ihren dritten Platz in Gruppe A verteidigte, hat sich dahinter ein weiteres deutsch-deutsches Duell um Platz vier entwickelt: Holger Streckenbachs TP 52 "Imagine" muss sich inzwischen der Angriffe von Jan Opländers Crew auf der Swan 45 "Katima" erwehren. Die war zwar bei der Auftakt-Langstrecke zu lange in der Flaute hängengeblieben und hatte die WM nur mit einem siebten Rang eröffnen können. Seitdem aber gibt das Team auf der für die WM optimierten Swan von 2005 mit der Baunummer 47 Gas und hat nach insgesamt fünf Wettfahrten nur noch einen Punkt Rückstand auf "Imagine", konnte am Donnerstag mit einem zweiten Rang glänzen und dabei sogar die beiden führenden deutschen Top-Yachten hinter sich lassen.

  16 Jahre alt und für die WM optimiert: Jan Opländers Swan 45 "Katima"Foto: Alexela ORC Worlds Tallinn / Felix Diemer
16 Jahre alt und für die WM optimiert: Jan Opländers Swan 45 "Katima"

Auch in der mittleren Gruppe B kämpfen zwei bekannte deutsche Boote um die beste Ausgangsposition im Kampf um einen Platz auf dem WM-Podium: Jens Kuphals modifizierte Landmark 43 "Intermezzo" konnte sich am Donnerstag mit den Rängen zwei und drei auf Platz vier vorarbeiten. Direkt dahinter liegt die X-41 "Sportsfreund" mit Skipper Gordon Nickel auf Platz fünf. Den Sportsfreunden gelang nach Rang sechs am Donnerstag ein Tagessieg. Zehn Punkte trennen sie von der wie schon an Tag zwei führenden Grand Soleil 44 P "Essentia44" mit der spanisch geprägten Crew um Catalin Trandafir. Auf den Plätzen zwei und drei lagen am Donnerstagabend zwei estnische Boote: eine modifizierte X-41 und eine ClubSwan 42.

  Jens Kuphals "Intermezzo"-Crew rückte vor dem WM-Endspurt auf Platz vier vorFoto: Alexela ORC Worlds Tallinn / Felix Diemer
Jens Kuphals "Intermezzo"-Crew rückte vor dem WM-Endspurt auf Platz vier vor
  Die Sportsfreunde (links) kämpfen um einen WM-Platz auf dem Podium und glänzten am Donnerstag mit einem Tagessieg im fünften RennenFoto: Alexela ORC Worlds Tallinn / Felix Diemer
Die Sportsfreunde (links) kämpfen um einen WM-Platz auf dem Podium und glänzten am Donnerstag mit einem Tagessieg im fünften Rennen

Der vierte Tag der Alexela-ORC-Weltmeisterschaft hatte mit Verspätung begonnen, weil die leichte Seebrise aus Westen nur zögerlich einsetzte. Doch das Warten hatte sich gelohnt, denn in den Klassen A und B konnten jweils zwei Up-and-Down-Rennen bestritten werden. In Klasse C bekam der erfahrene Wettfahrtleiter Eckardt Reinke sogar drei Wettfahrten durch. So konnte die geplante Einteilung der 62 Starter in Gold- und Silberflotte für Freitag wie geplant stattfinden. Deutsche Boote sind in Division C nicht am Start.

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