Die dänische Klassikerszene ist stärker als hierzulande regional organisiert. Nach Svendborg aber kommen regelmäßig auch viele auswärtige Yachten angereist. In diesem Jahr waren sogar GFK-Klassiker zugelassen – vorausgesetzt, sie stammten aus der Feder des dänischen Konstrukteurs Peter Bruun.
Sie heißen "Marsvin", "Spækhugger", "Grinde" und "Kaskelot" und gelten als Pioniere der Bionik. Denn Pate standen tatsächlich die namensgebenden Meeresbewohner, als sich Bruun an die Konstruktion der vier damals radikal-modernen Spitzgatter machte.
Die übrige Flotte bot das auf solchen Veranstaltungen typische Bild. Auf der Lunkebucht vor Waldemars Slot kämpften bei sehr wechselhaften Bedingungen Meteryachten, Spitzgatter, Schärenkreuzer und Folkeboote um Regattasilber und den renommierten Sophus-Weber-Pokal.
Die weiteste Anreise hatte die 10-Meter-Rennyacht "Kelpie" aus England. Die 111 Jahre alte Yacht war aus dem Solent an den Svendborgsund gekommen.

Stellvertretender Chefredakteur YACHT