Der letzte Tag war der beste. So empfanden es nicht nur die drei Klassensieger beim 23. Superyacht Cup. Noch einmal lieferten sich die imposanten Traumyachten bei ihrer schönen Schau in der Bucht von Palma packende Kämpfe vor der Kulisse der Stadt und der mallorquinischen Berge.
Während die 33 Meter lange und von Javier Jaudenes gezeichnete "Win Win" aus dem Hause Baltic Yachts den Sieg in der größten Klasse A mit dem dritten Rennerfolg in Folge souverän vor "Nilaya" und "Open Season" sicherte, blieb es in Klasse B bis zum Schluss spannend, denn in den insgesamt drei Wettfahrten gab es jedes Mal eine andere Tagessiegerin. Am Ende konnte sich aber die Crew um Steuermann und America's-Cup-Gewinner Peter Holmberg auf der J-Class-Yacht "Topaz" mit einem Punkt Vorsprung vor Dauer-Rivalin und Titelverteidigerin "Velsheda" (J-Class) durchsetzen, deren Crew wiederum Leichtgewicht "Missy" um einen Punkt auf Platz drei verwies.
"Topaz"-Captain Rom Loopik sagte: "Wir haben dafür wirklich hart gearbeitet, und das hat sich ausgezahlt." An Bord von "Topaz" sind auch eine Reihe bekannter deutscher Segler im Einsatz: Neben Projekt-Manager Jens Cornelsen sind das der Race-Crew-Manager, Weltumsegler und zweimalige America's-Cup-Teilnehmer Tim Kröger, Match-Race-Germany-Veranstalter Eberhard Magg, der die erste deutsche America's-Cup-Teilnahme 2007 mit auf den Weg gebracht hatte, Thomas Zankel, Holger Lehning, der olympische Soling-Silbermedaillengewinner Gunnar Bahr, Jan Terveer und North-Sails-Bodensee-Repräsentant Eckhard Kaller. In Klasse C gewann die 30 Meter lange Yawl "Bequia" vor "Huckleberry" und "Kealoha".
So stolz Eigner und Crews auf ihre Leistungen auch waren, so einig waren sich alle darin, das vor allem der friedliche Wettbewerb in besten Segelbedingungen auf einigen der außergewöhnlichsten und schönsten Yachten der Segelwelt diesen Superyacht Cup zu einem Festival gemacht haben. Was nicht nur "Tulip"-Co-Eignerin Alicia van Vissingen bestätigte, deren moderner Klassiker auf Platz fünf in Klasse B gesegelt war: "Wir wissen, dass wir keine ersten oder zweiten Plätze belegen werden, aber das ist nicht wichtig, denn wir genießen das hier so sehr! Und darum geht es doch." Die Bilder der Fotografen zeugen nicht nur von dieser Freude, sondern auch von vollendeter Bootsbaukunst und einzigartigen Yachten.
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