Sechs-Meter-WMDieter Schöns "Momo" gewinnt vor Sanxenxo: Der neue Judel/Vrolijk-Sechser holt den WM-Titel

Tatjana Pokorny

 · 18.06.2022

Sechs-Meter-WM: Dieter Schöns "Momo" gewinnt vor Sanxenxo: Der neue Judel/Vrolijk-Sechser holt den WM-TitelFoto: ©SailingShots by María Muiña Photography

Starke Leistung im Revier Galiciens: Dieter Schön und sein Team um Markus Wieser haben den Titel in der Offenen Division der Sechs-Meter-WM abgeräumt. Und wie!

Dieter Schöns neuer Judel/Vrolijk-Sechser "Momo" kam, sah und siegte: Das neue Boot aus der Bremerhavener Designschmiede war mit seiner Crew um Eigner und Steuermann Dieter Schön, Taktiker Markus Wieser, Ross Halcrow, Dirk de Ridder, Victor Manuel Marino Prieto und Coach Frithjof Kleen bei der Sechs-Meter-WM im spanischen Revier vor Sanxenxo nicht zu schlagen. Die multinationale Crew agierte mit dem auf der Schweizer Bootswerft Wilke gebauten Racer in der überwiegend von leichten Winden geprägten Serie so souverän, dass sie nach einigen Flautenausfällen zum siebten und letzten Rennen nicht mehr antreten musste. Mit der Serie 1, 2, 2, 6, 2, 1 (23 DNC) gewann das "Momo"-Quintett die WM-Krone in der offenen Wertung der Sechs-Meter-Yachten im ersten Anlauf. Zweite wurden die Schweizer Landsleute Philippe Durr und Rainer Müller mit ihrem Team auf "Junior" vor der Crew von Patrick Monteiro de Barros auf "Seljm" aus Portugal. In der Klassik-Division holte die französische "Dix Août" den Titel vor den spanischen Top-Booten "Bribon 500" und "Aida".

  Happy "Momos": Dieter Schöns Sechser-Crew feiert den WM-Titel mit dem neuen BootFoto: SailingShots by María Muiña Photography
Happy "Momos": Dieter Schöns Sechser-Crew feiert den WM-Titel mit dem neuen Boot
  Die französischen Klassik-Weltmeister auf der "Dix Août"Foto: SailingShots by María Muiña Photography
Die französischen Klassik-Weltmeister auf der "Dix Août"

Für den zuvor im 5.5er aktiven Dieter Schön war es die perfekte Klassenpremiere. Am Finaltag konnte sich seine Mannschaft nach mäßigem Start im sechsten Rennen erneut nach vorn arbeiten, mit dem zweiten Tagessieg in der Serie den WM-Triumph vorzeitig sichern und die Verfolger ihrem Kampf um die nachfolgenden Podiumsplätze überlassen. Während die "Momo"-Crew schon im Hafen feierte, hatte das Schweizer "Junior"-Team im Showdown einen schwachen 15. Rang aus dem sechsten Rennen wiedergutzumachen. Das gelang mit einem eleganten Sieg in Wettfahrt sieben optimal. Für das Team um Patrick Monteiro de Barros reichte Rang acht in der letzten Wettfahrt zu WM-Bronze.

  Handarbeit für den Taktiker: Markus Wieser im Einsatz auf "Momo"Foto: Maria Muiña Sailing Photography
Handarbeit für den Taktiker: Markus Wieser im Einsatz auf "Momo"
  Die bildschöne Flotte fing die spanische Fotografin Maria Muiña einFoto: SailingShots by María Muiña Photography
Die bildschöne Flotte fing die spanische Fotografin Maria Muiña ein

"Das war für uns alle Neuland", berichtete Starboot-Weltmeister und SSL-Gold-Cup-Kapitän Frithjof Kleen. Im rotierenden "Momo"-Team war der am Gardasee lebende Berliner bei der WM als Coach dabei. Mit Verweis auf die extrem erfahrene Crew an Bord des Sechsers sagte Kleen: "Da kann ich viel lernen." Hier geht es zu den Ergebnissen der Sechser-WM in Galicien (bitte anklicken!). 22 Sechser in der offenen Wertung und 18 in der Klassiker-Division aus insgesamt 15 Nationen machten die Weltmeisterschaft beim gastgebenden Real Club Nautico de Sanxenxo zum Segelfest. Ihre Europameisterschaft wird die Flotte vom 2. bis zum 10. September nach Cascais in Portugal führen, wo es in der Regel mit mehr Wind zur Sache geht.

  Die schnelle "Momo" im WM-RevierFoto: Maria Miuña Sailing Photography
Die schnelle "Momo" im WM-Revier

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