RORC Transatlantic Race”Walross 4”-Crewmitglied verstorben

Tatjana Pokorny

 · 21.01.2026

Ein Crew-Mitglied der Berliner "Walross 4" kam in Folge eines Unfalls an Bord ums Leben.
Foto: James Mitchell/RORC
Die traurige Botschaft kam am späten Abend des 20. Januar. Das an Bord der “Walross 4” im RORC Transatlantic Race verunglückte Crew-Mitglied ist in Folge des Unfalls gestorben. Das gab im Namen des ASV-Berlin der veranstaltende Royal Ocean Racing Club (RORC) bekannt.

Die Leidenschaft für den Seesegelsport hat ein Crew-Mitglied der “Walross 4” im RORC Transatlantic Race das Leben gekostet. Das gab am späten Dienstagabend der Royal Ocean Racing Club in Abstimmung und im Namen des Akademischen Segler-Vereins Berlin bekannt. In dem Statement hieß es: “Wie gestern berichtet, hat sich an Bord der Club-Yacht ‘Walross 4’ vom ASV-Berlin, die an der Transatlantikregatta des Royal Ocean Racing Club von Lanzarote nach Antigua teilnahm, ein schwerer Unfall ereignet.”

Trauer im RORC Transatlantic Race

Die traurige Botschaft folgte: “Das betroffene Crew-Mitglied wurde im Rahmen der mit den koordinierenden Rettungsdiensten eingeleiteten Maßnahmen auf ein nahe positioniertes Frachtschiff gebracht. Leider ist das Crewmitglied verstorben. Wir sind tieftraurig und trauern mit der Familie.” Weitere Details zum genauen Unfallhergang gab es zunächst nicht.

Dazu informierte der RORC mit und für den ASV-Berlin darüber, dass die übrigen Crewmitglieder an Bord der ‘Walross 4’ auf dem Weg zu ihrem Zielhafen “professionell betreut” und unterstützt werden. Darüber hinaus leiste der RORC “als Veranstalter der Regatta in Abstimmung mit der ASV-Clubleitung ebenfalls volle Unterstützung”.

Vorausgegangen war der nun traurigen Gewissheit das Unglück mitten im Atlantik am 19. Januar. Im RORC Transatlantic Race war die Nissen 56 “Walross 4” auf dem Kurs von Lazarote nach Antigua unterwegs. Nach Angaben der Veranstalter war es auf der 16,95 Meter langen und 19 Jahre alten Vereinsyacht des ASV-Berlin zu einem Bordunfall gekommen, bei dem ein Crew-Mitglied bewusstlos wurde.

“Walross 4”-Crew von Notarzt unterstützt

Laut ASV hat die Schiffsführung der “Walross 4” gemäß Notfallprotokoll gehandelt, setzte einen Notruf ab und informierte das MRCC. Ein Notarzt hatte in engem Kontakt mit der Crew gestanden und die Mannschaft bei der Erstversorgung beraten. Die weiteren Crew-Mitglieder waren körperlich unversehrt geblieben. Die Einsatzkoordination hatte das Maritime Rescue Coordination Center in Delgada auf den Azoren übernommen. Hier geht es zur ersten Meldung vom Unfall am Montag.

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Die “Walross 4” hatte mit weiteren 20 Booten an der 12. Auflage des RORC Transatlantic Race teilgenommen. Der rund 3000 Seemeilen lange Klassiker führt die Flotte seit dem Start am 11. Januar von der Marina Lanzarote nach Antigua. Die schnellsten Boote haben das Ziel bereits erreicht. Das Feld hatte sich in stabilen Passatwinden früh auseinandergezogen. Hier geht es zu den Ergebnissen und Zwischenständen.

Die “Walross 4” war im RORC Transatlantic Race mit Skipper Matthias Kahn und junger Crew mit der Segelnummer GER 6000 als einziges deutsches Boot im Einsatz. Neun von zehn Crewmitgliedern waren als Studierende von Berliner Hochschulen an Bord gekommen. Ein Clip von Bord hatte an Tag fünf des Transats – begleitet vom Song “Struck Gold” – noch die goldene Atlantik-Stimmung eingefangen, die nun von großer Trauer in der Segelgemeinde überschattet wird.

RORC-Commodore Deb Fish kondoliert

Für die Veranstalter sagte RORC-Commodore Deb Fish: “Im Namen des Royal Ocean Racing Clubspreche ich der Familie, den Freunden und geliebten Menschen des Crew-Mitglieds unser tiefstes Beileid aus. Unsere Gedanken sind in dieser äußerst schwierigen Zeit auch bei der Crew der Yacht. Wir möchten allen, die an den Rettungsmaßnahmen beteiligt waren, für ihre Professionalität danken.”

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