Tatjana Pokorny
· 19.02.2024
Rund 500 Aktive aus 26 Ländern bestreiten die 15. Edition des Karibik-Klassiker RORC Caribbean 600. Wer das Glück hat, gerade in der Karibik zu sein, kann den Start in die 600-Seemeilen-Langstrecke durch die karibische Inselwelt von Fort Charlotte hoch über den spektakulären Säulen des Herkules oder von Shirley Heights aus mit beeindruckend schönen Aussichten beobachten.
Das RORC Caribbean 600 führt nach dem Start vor Antigua im Norden durch den Anguilla-Kanal und im Süden um Les Saintes vor Guadeloupe. Das Nonstop-Rennen passiert auch die Karibik-Inseln Barbuda, Nevis, St. Kitts, Saba, St. Barth, Montserrat und Redonda. Das Rennen bietet einen der Traumkurse in der internationalen Welt der führenden Langstrecken.
Mit dabei sind in diesem Jahr die beiden Gründer und jungen Segler vom Team Next Generation Boating: Lennart Burke und Melwin Fink segeln ihre Class 40 aber im RORC Caribbean 600 nicht zu zweit, sondern haben zwei weitere Segler an Bord geholt. Für die Vierhand-Regatta verstärken der italienische Mini-Segler Nicolò Gamenara und der erfahrene Schweizer Simon Koster die Crew.
Da wir zum Ende nicht so viel Wind haben werden, müssen wir am Anfang echt Gas geben” (Melwin Fink)
Nicolò Gamenara kennen die beiden deutschen Class-40-Aufsteiger aus dem Mini-Transat. Seitdem hilft er immer wieder einmal auf der Class 40 “Sign for Com” aus. Simon “Simi” Koster, Profisegler und Co-Skipper auf dem Imoca “Hublot”, war bei der Route du Rhum auf Platz vier gesegelt und hatte im Transat Jacques Vabre als Zweiter mit seiner Class 40 einen Podiumsplatz erkämpft.
“Wir freuen uns sehr auf ein Rennen im Warmen in der Karibik. Das wird traumhaft! Das Caribbean 600 ist ein sehr bekanntes Rennen. Wir freuen uns, dass wir dabei sein können”, sagte Melwin Fink kurz vor dem Start der Karibik-Rallye. Weiter sagte Fink: “Das RORC Caribbean 600 ist so eine Art Gegenstück zum Fastnet-Rennen, das wir im Sommer gesegelt sind. Es wird ein mega Rennen, sehr anspruchsvoll. Da wir gegen Ende nicht so viel Wind haben werden, müssen wir am Anfang echt Gas geben. Wir rechnen zu Beginn damit, dass der Passat noch steht. Am Ende wird es voraussichtlich ein ziemliches Leichtwind-Gedrücke.”
Mit Blick auf die vorhergesagten Windbedingungen erklärte Melwin Fink: “Da können wir uns hoffentlich noch einmal etwas verbessern, was unsere Leichtwind-Skills angeht. Das Navigieren zwischen den Inseln wird sehr anspruchsvoll!” Die Crew rechnet mit einer Segelzeit von drei Tagen und einigen Stunden. “Crew und Boot sind superfit”, versicherte Melwin Fink wenige Stunden vor dem Startschuss.
Das Quartett hat die vergangenen Tage auf Martinique verbracht, wo die “Sign for Com” seit dem Finale des Transat Jacques Vabre lag. Bootsbaumeister Markus “Porky” Mehlen und Lennart Burke hatten bereits 14 Tage intensiv am Boot gearbeitet, als die weiteren Segler eintrafen und beim letzten Feinschliff halfen. Für die beiden deutschen Skipper Melwin Fink und Lennart Burke ist das Caribbean 600 das erste Rennen im Regattajahr 2024. Anschließend folgen Einsätze beim Atlantic Cup im Mai und das Transat Quebec Saint-Malo Ende Juni. Die Class 40 startet an diesem 19. Februar um 16:10 Uhr deutscher Zeit und kann hier im Tracking live verfolgt werden.
In der größten IRC-Flotte startet Hanno Ziehms Crew auf der Marten 49 “Moana”. Als Skipper dirigiert wie schon beim erfolgreichen Einsatz im RORC Transatlantic Race Lorenz Pinck die Crew auf dem modifizierten Cruiser-Racer. Nach dem Transat hatte Lorenz Pinck gesagt: “’Moana’ ist ein großartiger Cruiser-Racer mit einem leistungsstarken Rigg und Segelplan.” Mit dem Erfolg im Rennen über den Atlantik im Rücken, blickt die “Moana”-Crew dem RORC Caribbean 600 mit viel Vorfreude entgegen.
Die Live-Übertragung vom Start des RORC Caribbean 600 soll um 15.55 Uhr deutscher Zeit beginnen und auf der Homepage des Karibik-Klassiker gezeigt werden hier.

Freie Reporterin Sport