RORC Caribbean 600Karibik-Klassiker mit 70 Booten gestartet

Tatjana Pokorny

 · 21.02.2023

Der Start zum 14. RORC Caribbean 600
Foto: Tim Wright/photoaction.com

Die 14. Auflage des RORC Caribbean 600 hat begonnen. Organisiert vom Royal Ocean Racing Club (RORC), führt die 600-Seemeilen-Langstrecke ihre Herausforderer durch die karibische Inselwelt. Im Rennen sind 70 Boote aus 16 Nationen mit Seglern aus 30 Ländern

Instabile und böige Winde sorgten dafür, dass der 14. Start des RORC Caribbean 600 spannend verlief. Der karibische Langstrecken-Klassiker hatte am späten Nachmittag des 20. Februar mit 70 Booten aus 16 Ländern begonnen. Die IRC-, Class-40- und Mocra-Yachten gingen mit 600 Seglern und Seglerinnen aus 30 Nationen in das Rennen, das seine Teilnehmer auf reizvollem Kurs durch die karibische Inselwelt segeln lässt: Barbuda, St. Kitts, St. Barths, St. Maarten, Guadeloupe, Les Saintes, La Désirade und weitere Inselschönheiten säumen die Strecke.

Hier eröffnet die Class 40 “Curium Life Forward” von Marc Lepesqueux das RennenFoto: Tim Wright/photoaction.com/RORC Caribbean 600
Hier eröffnet die Class 40 “Curium Life Forward” von Marc Lepesqueux das Rennen

Traditionell lockt der Kurs prominente Eigner und schnelle Yachten. Roy Disneys modifizierte Volvo 70 “Pyewacket 70” führte das Feld am Dienstagmorgen vor der Klassenschwester “I love Poland” und der VO65 “Wind Whisper” an. Es folgten die VO65 “Amber Sail 2”, die VO65 “Sisi” und Niklas Zenströms CF 520 “Rán”. Mit dabei sind auch ehrgeizige deutsche Teams: die IRC 56 “Black Pearl” von Stefan Jentzsch, die Berliner Elliott 52 “Rafale” von Henri de Bokay mit Skipper Philipp Kadelbach, die Swan 441 “Charisma” von Constantin Claviez und Markus Bocks Swan 48 “Montana”.

Die Swan 441 “Charisma” von Constantin ClaviezFoto: James Tomlinson/RORC Caribbean 600
Die Swan 441 “Charisma” von Constantin Claviez

Im Mehrrumpffeld führte zunächst Giovanni Soldinis Multi70 “Maserati” vor der MOD70 “Zoulou” und der Gunboat 68 “Tosca”. Die Besten in der schnellen Multihull-Division waren nach dem Start mit hohen Geschwindigkeiten von 30 Knoten weggezogen. Aber auch auf einem Rumpf ging es nach dem Auftakt flott voran. Die Crew auf “Pyewacket 70” vermeldete Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 20 Knoten.

Die schnellsten Boote werden bereits ab Mittwoch im Start- und Zielhafen vor Nelson’s Dockyard auf Antigua zurückerwartet. Zum Vergleich: Der Einrumpfrekord für das RORC Caribbean 600 stammt aus dem Jahr 2018, wurde vom Maxi “Rambler 88” aufgestellt und liegt bei 37 Stunden, 41 Minuten und 45 Sekunden. Für die Mehrrumpfboote gilt es, die Bestmarke von Jason Carrols “Argo” aus dem vergangenen Jahr zu schlagen. Die Mod70 absolvierte den Karibik-Kurs um elf Inseln in 29 Stunden, 38 Minuten und 44 Sekunden.