RORC Caribbean 600“Argo”-Triumph mit Imoca-As Sam Goodchild

Tatjana Pokorny

 · 25.02.2026

Die MOD70 "Argo" hat die Line Honours bei den Mehrrumpfbooten geholt.
Foto: Tim Wright/Photoaction.com
Im RORC Caribbean 600 sind die Line Honours bei den Mehrrumpfgeschossen vergeben: Jason Carrolls schneller Trimaran “Argo” erreichte die Ziellinie des Karibik-Klassikers zuerst. Im spannenden Duell mit der zweiten MOD70 “Final Final – Zoulou” reichten dem “First ship home” am Ende weniger als vier Minuten Vorsprung.

Das erste Sieg-Duell im RORC Caribbean 600 ist entschieden: Jason Carrolls MOD70 “Argo” hat das Rennen bei den schnellen Mehrrumpfbooten gemacht. Im bis zum Schluss packenden Zweikampf mit der Klassenschwester “Final Final – Zoulou” haben sich Carroll und seine Crew mit Skipper Chad Corning, Alister Richardson, Brian Thompson, Charles Ogletree, James Dodd, Pete Cumming und Imoca-Könner Sam Goodchild durchgesetzt.

RORC Caribbean 600: “Argo” im Top-Duell vorne

Mit einem Blitzstart und rund 100 Metern Vorsprung hatte “Argo” das 600-Seemeilen-Rennen bereits stark eröffnet. Eine Seemeile und weniger als vier Minuten Vorsprung reichten nach 1 Tag, 12 Stunden, 1 Minute und 46 Sekunden für die Line Honours für den US-Trimaran im Duell mit den französischen Rivalen auf “Final Final – Zoulou”, dem auch die bekannten Totenköpfe im Namensschriftzug nicht halfen.

Die “Argo”-Crew hatte schon kurz vor dem 17. RORC Caribbean 600 im Finale der 2023 neu eingeführten und vorgeschalteten RORC Nelson’s Cup Serie geglänzt. Mit 2 Stunden, 29 Minuten und 20 Sekunden hatte das Carroll-Team dabei einen neuen Rekord im Antigua 360 Race aufgestellt. Eine neue Bestzeit im RORC Caribbean 600 dagegen verpassten die schnellen beiden Top-Boote. “Argo” fehlten zur eigenen Bestzeit aus dem Jahr 2022 (1 Tag, 5 Stunden, 48 Minuten, 45 Sekunden) etwas mehr als sechs Stunden.

Bei den Monohulls dauerte das RORC Caribbean 600 am Mittwoch weiter an, doch die führenden Maxis hatten es am Mittwochvormittag deutscher Zeit nicht mehr weit bis ins Ziel. Unter Monacos Flagge führte Remon Vos’ Maxi 100 “Black Jack 100” das Feld mit Skipper Tristan Le Brun vor Jost Schuijffs Farr30m Custom “Leopard 3” und Filip Balcaens Mills-Maxi 72 “Balthasar” an. Es folgten die beiden VO65er “Jajo” und “Sisi”. Insgesamt 60 Boote und ihre Crews sind in diesem Jahr beim RORC Caribbean 600 im Einsatz.

Ein halbes Jahrhundert alt: “45 South 2” als einziges GER-Boot dabei

Bei noch gut 300 Seemeilen bis ins Ziel, lag das einzige deutsche Boot “45 South 2” in seiner Wertungsgruppe IRC 2 im Zwischenklassement auf Platz sechs. Henrik Teichmanns modifizierte Farr 1104 ist ein betagter, aber auf Speed ausgerichteter Eintonner, der einst in Neuseeland für den One Ton Cup 1976 in Marseille gebaut worden war und damals im leistungsstarken Feld Platz vier belegt hatte. Mit der “45 South 2” hatten die Rheinländer Henrik Teichmann und Karl-Heinz Henzel gerade die 40. Atlantic Rally for Cruisers gemeinsam bestritten, waren auf dem sportlichen Weg in die Karibik gekommen.

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Jetzt ist die für die Seglervereinigung Geesthacht mit der Segelnummer GER 1870 startende “45 South 2” eine der kleinsten Herausforderinnen bei der Bucket-List-Regatta, die ihren Teilnehmern mit dem Rennen um elf Karibik-Inseln einen der schönsten Rennkurse im internationalen Segelsport bietet. Mit Henrik Teichmann im Einsatz sind Dan Bauermeister, Simon Henzel, Hannes Jo Büsscher und Janik Matschuck. Mit ihrer Zielankunft im RORC Caribbean 600 wird für den 27. Februar gerechnet. Zum Live Tracker für das laufende RORC Caribbean 600 geht es hier.

Die Höhepunkte vom Start zum 17. RORC Caribbean 600:

Tatjana Pokorny

Tatjana Pokorny

Freie Reporterin Sport

Tatjana „tati“ Pokorny ist Autorin von neun Büchern. Sie arbeitet als Reporterin für die YACHT, berichtete unter anderem von neun Olympischen Spielen, als Korrespondentin für die Deutsche Presse-Agentur (DPA), das Hamburger Abendblatt sowie weitere nationale und internationale Medien. Kernthemen sind der America's Cup, das Ocean Race, die Vendée Globe, SailGP und weitere nationale und internationale Regatten und ihre Protagonisten. Lieblingsdisziplin: Portraits von und Interviews mit Segelsportpersönlichkeiten.

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