RekordversuchSedlacek will es noch mal wissen

Fridtjof Gunkel

 · 29.01.2026

Der Open 60 AAL ist an eine Imoca angelehnt und......
Foto: Innovation Yachts
Open 60 AAL
Der Österreicher startet seinen sechsten Versuch und will die große Acht meistern: Von Lorient aus rund um Spitzbergen, dann von West nach Ost um die drei Kaps und retour nach Europa.

Am 26.7. ist es wieder soweit, Sedlacek, einst Straßenbahnfahrer in Wien, startet zum sechsten Mal zu seinem großen Rekordversuch. Der Mann hat bereits die Antarktis nomnstop und einhand umsegelt sowie eine Vendée Globe als erster deutschsprachiger Segler beendet (11. Platz). Und nun die ganz lange Herausforderung: 32.000 Seemeilen alleine ohne Stop in die Arktis und retour nach Süden den gesamten Atlantik entlang, und ums St. Helena Hoch und das Kap der Guten Hoffnung, durch den Indischen Ozean, am Kap Leeuwin vorbei, durch den Pazifik und nach der Rundung von Kap Hoorn wieder aufwärts und zurück nach Frankreich.

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Sedlacek will mit Imoca-Derivat Rekord aufstellen

Das Ganze mit dem auf Sedlaceks Werft im Segler-Mekka Les Sables d’Olonne gebauten Imoca-Derivat Innovation Yachts Open 60AAL. Letztere Buchstaben stehen für Ant Arctic Lab, so der Projektname. Lab, weil das Boot ein Versuchsträger ist, es soll beweisen, dass die Bauweise aus recycelbaren Verbundwerkstoffen, bio-basierten Harzen und natürlichen Kernmaterialien solide und langlebig ist. Das hat das Boot schon bewiesen, es wurde bereits 2018 gewassert und ausgiebig getestet. Allein: Fünf Rekordversuche schlugen fehl und dies recht frühzeitig noch in europäischen Gewässern. 2018 gab es technische Probleme mit der Stromversorgung, 2019 zwangen Schäden in der Segelgarderobe zur Umkehr, die Sedlacek sich selbst zuschreibt. 2021 war es wieder die Energieversorgung, 2022 Ruderprobleme, 2023 ein Versagen des Neigekiels.

Tod oder Leutnant: “Diesmal ziehe ich das durch!”

Und nun? “Diesmal ziehe ich das durch, da gibt es keine Rücksicht auf Verluste. Dann wissen auch alle Partner und Sponsoren. Ich bin bereit. Ich habe diesmal den Kopf völlig frei, in meiner Werft ist alles vorbereitet für eine längere Abwesenheit und die Technik an Bord ist mittlerweile ausgereift. das Boot selbst hat sich eh schon bewährt.”

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Nordbert Sedlacek bei YACHT TV

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