Rekordfahrt im 13. RORC Caribbean 600Revanche geglückt: MOD 70 "Argo" gewinnt Trimaran-Dreikampf

Tatjana Pokorny

 · 23.02.2022

Rekordfahrt im 13. RORC Caribbean 600: Revanche geglückt: MOD 70 "Argo" gewinnt Trimaran-DreikampfFoto: Arthur Daniel/RORC

Nach der knappen Niederlage im Transat gegen Giovanni Solidinis "Maserati" hat sich Jason Carrolls "Argo"-Crew in der Karibik mit neuem Rekord revanchiert

Das kann man eine geglückte Revanche nennen: Jason Carrolls MOD 70 "Argo" hat die "Line Honors" im 13. RORC Caribbean 600 in neuer Rekordzeit geholt. Das Team absolvierte das "Rennen der 11 Inseln" in nur 29 Stunden, 38 Minuten und 44 Sekunden. Damit revanchierte sich die Mannschaft unter US-Flagge erfolgreich für die knappe Niederlage im RORC Transat Race, in dem "Argo" erst vor wenigen Wochen von Giovanni Soldinis Last-Minute-Siegern auf "Maserati" so knapp geschlagen worden war.

  Lieferten sich über die gesamten 600 Seemeilen des RORC Caribbean 600 ein packendes Duell: die siegreiche "Argo"-Crew und Giovanni Soldinis Team auf "Maserati"Foto: Arthur Daniel/RORC
Lieferten sich über die gesamten 600 Seemeilen des RORC Caribbean 600 ein packendes Duell: die siegreiche "Argo"-Crew und Giovanni Soldinis Team auf "Maserati"

Das Finale verlief auch in der Karibik spektakulär spannend. Jason Carrolls Team reichten am Ende 2 Minuten und 13 Sekunden Vorsprung zum Triumph. Als dritter Trimaran kam Peter Cunninghams "PowerPlay", der den Dreikampf anfangs sogar angeführt hatte, knapp zweieinhalb Stunden nach "Maserati" ins Ziel. Die Entscheidung im Spitzenduell war nach 600 Seemeilen erst kurz vor dem Ziel gefallen. Die siegreiche "Argo"-Crew bildeten Eigner Jason Carroll, Brian Thompson, Richard Bardwell, Chad Corning, Pete Cumming, Thierry Fouchier, Charlie Ogletree und Alister Richardson.

  Hatte zu Beginn des Rennens geführt, musste aber im Ziel mit Platz drei zufrieden sein: die "PowerPlay"-Crew um Peter CunninghamFoto: Arthur Daniel/RORC
Hatte zu Beginn des Rennens geführt, musste aber im Ziel mit Platz drei zufrieden sein: die "PowerPlay"-Crew um Peter Cunningham
  Die "Argo"-Motoren: Jason Carroll und Brian ThompsonFoto: Arthur Daniel/RORC
Die "Argo"-Motoren: Jason Carroll und Brian Thompson

"Dieses Rennen ist immer eine emotionale Achterbahnfahrt", sagte Jason Carroll. "Ich glaube, wir hatten etwa fünf oder sechs Führungswechsel. Der letzte fand etwa 20 Minuten vor der Ziellinie mit 'Maserati' statt. Es war ein Bug-an-Bug-Wendeduell. Es tut mir so leid für 'Maserati', weil sie ein wirklich gutes Rennen bestritten haben. Vor diesem unglaublichen Finale hatten wir das engste Duell in Lee von Nevis und St. Kitts. Da haben wir uns beim Raumschotssegeln mit zwei Vorsegeln und Großsegel an der Spitze abgewechselt, während wir 32 Knoten Speed hatten! Bei der Geschwindigkeit passiert alles so schnell. Du musst alles vorausplanen, aber es ist ganz sicher trotzdem sehr aufregend." Noch bei der Annäherung an Rodonda hatte "Maserati" mit drei Seemeilen Vorsprung geführt, konnte den Vorsprung aber nicht bis ins Ziel verteidigen.

  Rasant unterwegs, doch am Ende fehlten ein paar Minuten: Giovanni Soldinis "Maserati"Foto: Arthur Daniel/RORC
Rasant unterwegs, doch am Ende fehlten ein paar Minuten: Giovanni Soldinis "Maserati"

Nach zwei zweiten Plätzen bei vorherigen Auflagen tat dieser Rekordsieg den "Argonauten" besonders gut. So sah es auch Jason Carroll: "Dieser Sieg war einer der süßesten. Einfach wegen der Art und Weise, wie er zustande kam und wie hart er erfochten war. Es war so spannend für die ganze Crew, so einen großartigen Zwei-Boot-Kampf austragen zu dürfen. Das war nicht nur eine Möglichkeit, wirklich schnell zu segeln, sondern auch die eigenen Segelqualitäten auszupacken. Das hier ist unsere jährliche Lieblingsregatta. Sie wird gut organisiert, und wir lieben es, hierher zu kommen." Hier geht es zum Live-Tracking (bitte anklicken!).

Inzwischen wurden am Mittwochmorgen auch die Einrumpf-Line-Honors vergeben, die sich das Team auf der ClubSwan 125 "Skorpios" mit Steuermann Fernando Echavarri nach 1 Tag, 16 Stunden, 39 Minuten und 51 Sekunden sichern konnte. Darüber berichten wir in einer gesonderten Meldung nach Ankunft der weiteren Yachten.

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