Regeln & TaktikWenn sich zwei streiten ...

Simon Edeler

 · 23.10.2002

Regeln & Taktik: Wenn sich zwei streiten ...

... freut sich das Publikum. Beim Match-Race sind die Strategien der Duellanten jedoch nicht gerade leicht verständlich. Ein Wegweiser durch Regelwerk und Renn-Taktiken

Eigentlich ist ein Match-Race die verständlichste Sache der Welt. Zwei Yachten segeln um die Wette, wer zuerst im Ziel ist, gewinnt. Schwierig wird es, wenn man verstehen will, warum der eine schneller als der andere ist. Worauf kommt es an? Wann und wo spielen sich die entscheidenden Szenen des Rennens ab? Welche besonderen Regeln, welche taktischen Finessen muss man kennen, um die Duelle verfolgen zu können?

Die nachfolgenden Erläuterungen geben einen Überblick über die Schlüsselsituationen während einer Wettfahrt Boot gegen Boot. Am wichtigsten ist die Vorstartphase. Fünf Minuten lang - bei Standard-Match-Races sind es nur vier Minuten - beharken sich die Duellanten im Kampf um die beste Ausgangsposition. Wer nach dem Startschuss als Erster über die Linie segelt, entscheidet zu 75 Prozent auch das gesamte Rennen zu seinen Gunsten.

Die Choreografie des Vorstarts ist vergleichbar mit der eines Schachspiels. Allerdings erfolgen die Züge nicht nacheinander, sondern fortlaufend parallel, sozusagen im Echtzeit-Modus. Den Rahmen gibt ein Regelwerk vor, nach dem auch jede Clubregatta ausgetragen wird. Es gibt nur wenige Modifikationen. So wird etwa die Einhaltung der Regeln von Schiedsrichtern auf dem Wasser überwacht. Die ahnden Verstöße, indem sie den Übeltäter Strafkreise drehen lassen.

Match-Race gilt bei vielen Seglern als aggressive Form des Regattasegelns.

Lesen Sie dazu weiter in unserem America's Cup Spezial...

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