Regatta-NewsTragödie bei der ARC

Mathias Müller

 · 02.12.2002

Britischer Segler unter dramatischen Umständen gestorben

Dramatische Szenen haben sich am vergangenen Samstag bei der Atlantic Rally for Cruisers (ARC) auf der Yacht "Toutazimut“ abgespielt. Der 47 Jahre alte Brite Phillip Hitchcock, der mit seinem Bruder David (52) die Yacht des Typs Formosa 51 von Las Palmas nach St. Lucia segelte, wurde wahrscheinlich vom Großbaum über Bord geschleudert.

Obwohl er mit einem Lifebelt gesichert war, gelang es ihm nicht, an Bord zurückzuklettern. Auch sein Bruder schaffte es bei vier Meter Seegang und 30 Knoten Wind nicht, ihn zu retten. Als er das Schiff aufgestoppt hatte, war sein jüngerer Bruder bereits tot. Die exakte Todesursache ist noch nicht geklärt.

Derzeit segelt die "Mekia“, eine weitere an der ARC teilnehmende Yacht, neben der "Toutazimut“. Sobald die Wetterverhältnisse es zulassen, werden von der "Mekia“ aus einige Segler an Bord der Unfall-Yacht gehen, um David Hitchcock zu unterstützen und den verunglückten Phillip zu bergen, was bisher nicht möglich war. Noch wird der tote Körper des Briten an der Rettungsleine mitgeschleift.

Andrew Bishop, General-Manager des World Cruising Club, sagte heute in einer Pressemitteilung: „Wir sind sehr betroffen. Wir haben die Familie informiert, und wir werden alles nur Mögliche tun, um sie in dieser schweren Zeit zu unterstützen.“

Es ist der erste Todesfall in der 17-jährigen Geschichte der ARC, bei der in diesem Jahr wieder über 200 Yachten den Atlantik überqueren. Einhandsegler sind in dieser Regatta nicht erlaubt. Die Anzahl von Zwei-Mann-Crews hat in den letzten Jahren jedoch zugenommen. In diesem Jahr waren schon 20 Boote mit jeweils nur zwei Mann in der ARC-Flotte.

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