Regatta-NewsSardinia Cup

Fridtjof Gunkel

 · 23.09.2002

Regatta-News: Sardinia Cup

USA gewinnt, Deutschland nach gutem Auftakt von "Struntje Light" abgeschlagen

Die USA haben den Sardinia Cup vor Porto Cervo gewonnen. Die Veranstaltung, ursprünglich als Mittelmeer-Pendant zum Admiral's Cup und als Marketing-Maßnahme für den Yacht Club Costa Smeralda des Aga Khan initiiert, gilt immer noch als eine der wichtigsten Team-Regatten der Welt.

Dieses Jahr wurde der Cup mit Zwei-Boot-Teams ausgesegelt. Das waren die Farr 40, die nach den Klassenregeln vom Eigner selbst gesteuert werden müssen ("owner driver rule") und IMS-Yachten unterschiedlicher Größe, die nach berechneter Zeit gewertet wurden.

Die Amerikaner belegten mit "Bambakou" (Farr 40, John Coumantaros) und "QQ7-Profit" (Vismara 41, Roberto Maffini) in ihren Klassen die Plätze 1 und 2. Deutlicher Sieger in der IMS-Gruppe wurde die neue Grand Soleil 44 "Giacomelli Sport". Die Judel/Vrolijk-Konstruktion hatte bereits bei verschiedenen Regatten beste Ergebnisse eingefahren (Test und Werftporträt in YACHT 22/02).

Das deutsche Team aus der Farr 40 "Struntje light" (Dr. Wolfgang Schäfer) und die IMX-45 "Noa" (Markus Wieser) kam nur auf einen enttäuschenden achten Rang bei zehn teilnehmenden Nationen. Immerhin hatten deutsche Mannschaften den einst extrem hochkarätigen Event bereits zweimal sowohl in der Team- als auch in der Einzelwertung für sich entscheiden können. In der Klassenwertung belegte "Struntje light" den vierten Rang, während "Noa" nur den achten Platz einnehmen konnte.

Die Veranstaltung wurde lange vom Team Nordsee dominiert. Das bestand aus der IMX-45 "Mean Machine" des Holländers Peter de Ridder und der Farr 40 "Nela" von Michael Illbruck. Am Ende langte es aber nur zu Bronze in der Teamwertung, wobei Mike Illbruck seine Farr auf den dritten Klassenrang steuerte. Dem voaus gegangen waren Querelen wegen eines unerlaubten Wechsels des Steuermannes auf "Nela", das Mike Illbruck am ersten Wettfahrttag nicht an Bord sein konnte und das Rad nicht regelkonform aus der Hand gab. Die Crew wurde dafür mit einer 20-Prozent-Strafe belegt.

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