Regatta-News95. Flensburger Fördewoche: Saisonabschluss der Hochseesegler

YACHT Online

 · 08.09.2005

Mit dem Startschuss zum "Sonwik"- Cup beginnt am 10. September beim Flensburger Segel-Club die 95. Flensburger Fördewoche: der traditionelle Saisonabschluss der Hochseesegler

Auf Kurz- und Langstrecken, auf Innen- und Außenförde, bis hinaus ins Kattegatt, werden dann wieder große und kleine Yachten um eine Vielzahl begehrter Pokale und Trophäen segeln. Vor allem natürlich um das Blaue- und das Blau-Gelbe Band für die schnellste an der Förde beheimatete Yacht und die schnellste auswärtige Yacht.

Längst sind es nicht mehr nur die großen IMS-, DH- und ORC-Club-Yachten die während der Herbstwoche an den Start gehen, sondern mehr und mehr auch Einheitsklassen wie X-99, X-79, Beneteau 25, 806 oder die Sportbootklasse, die Nordischen Folkeboote oder die Catamarane. Die J-80 segeln in diesem Jahr im Rahmen der Herbstwoche bereits zum zweiten Mal ihre German Open. Hier geht der Flensburger Dirk Manno mit seiner "Mann-o-Mann" als einer der Titelaspiranten an den Start. Die Swan Yachten segeln vom 14.-17.9. zum 11. Mal ihre "SWAN Baltic Sea Challenge" und der Catamaran Club Flensburger Förde (CCFF) veranstaltet ebenfalls zum 11. Mal seinen Catamaran Cup.

Insgesamt erwartet der Flensburger Segel-Club wieder mehr als 200 Yachten mit rund 1000 Seglerinnen und Seglern, die in 20 Wertungsgruppen auf die Bahnen geschickt werden. Mit dabei auch die Sieger der diesjährigen IDM Seesegeln in den Klassen IMS I-IV, "L+M Hispaniola" von Horst Mann (YCS), die "Lollipop" von Elke und Jan Hinrichs (SLRV) und die "No Limits" von Sven Christensen (KYC/ Segelsportfreunde Flensburg Harrislee, SSFH). Auch viele der Teilnehmer des "Nord LB Baltic Sprint Cup", wie die Inshalla VI von Volker Andrae (NRV) oder die "Outsider" von Tilmar Hansen (KYC) kommen nach Glücksburg. Mit den Teilnehmerzahlen ist der veranstaltende Flensburger Segel-Club in diesem Jahr sehr zufrieden. Der Rückgang der Meldezahlen, wie er in den vergangenen Jahren in den Vergütungsklassen zu beobachten war, scheint gestoppt, so Regattaobmann Claus-Otto Hansen. Offenbar deutet sich sogar ein leichter Aufwärtstrend an. Eine erfreuliche Entwicklung aus Sicht des Veranstalters, nicht zuletzt auch in Hinblick auf die Internationale Deutsche Meisterschaft Seesegeln, die der Flensburger Segel-Club im kommenden Jahr im Rahmen der Fördewoche ausrichten wird.

Am ersten Wochenende stehen mit dem "Sonwik"-Cup und dem "hanseboot"-Cup zunächst wieder die Kurzwettfahrten auf dem Programm. Während die Einheitsklassen auf Up-and Down Wind Kursen vor Schausende segeln, segeln die IMS-Klassen ihre Bahnen um die Fahrwassertonnen der Innenförde. Am 15. 9. geht es auf die erste Langstrecke in den Kleinen Belt. Mit dabei dann auch wieder die imposanten Swan Yachten. Hier haben mit 24 Teilnehmern ebenfalls deutlich mehr Schiffe gemeldet als in den Vorjahren. Erstmals wird es zusätzlich einen Preis für den Gesamtsieger der "Baltic Sea-Challange" und der "Net Jet Baltic Sea Challenge" geben, einer im vergangenen Jahr ins Leben gerufenen Regatta, ebenfalls nur für Swan Yachten, die jeweils im Frühjahr vor Kopenhagen stattfindet. Möglicherweise erklärt dieser zusätzliche Anreiz die höheren Meldezahlen. Die Kopenhagener Regatta hatte in der Gruppe A die norwegische "Audacious" und in der Gruppe B die deutsche "Jazz" gewonnen. Am Freitag dem 16. September und am Sonnabend dem 17. September geht die Fördewoche dann mit zwei Langstrecken Regatten zu Ende: dem "1711 TRANSIT-LOGISTIC-Cup" und dem "Flensburger Pilsener-Cup" mit den Sonderwertungen für die schnellste an der Flensburger Förde beheimatete Yacht, dem "Blauen Band" und dem "Blau-Gelben Band" für die schnellste auswärtige Yacht.

Favoriten für das "Blaue Band" sind in diesem Jahr die beiden Flaggschiffe der Hanseatischen Yachtschule: die Vorjahressiegerin "Hansa" und die "World of Tui".

Bei dem Blau-Gelben Band ist die "Uca" von Ex-Arbeitgeberpräsident Klaus Murmann hochfavorisiert, die im vergangenen Jahr aufgrund eines während der Kieler Woche erlittenen Mastbruchs nicht an der Fördewoche hatte teilnehmen können. Eine weitere Sonderwertungen ist der "CUP 90", eine die Teamwertung, die mit einem attraktiven Geldpreis dotiert ist. Hier treten jeweils 3 Yachten als Städteteam an.

Im Anschluss an die Regatten wird die kleine Bootshalle wieder abendlicher Treffpunkt für die Segler und ihre Gäste sein. Während der Hallenfeste, die am 10.9.,16.9. und 17.9. stattfinden wie immer bei Live-Musik. Weitere Informationen finden sich unter www.fsc.de.

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