”Alle Segler träumen davon, unter der Mitternachtssonne zu segeln. Wir hatten zunächst die Idee, ein paar Freunde für eine Regatta von Lindesnes über den Polarkreis hinweg zusammenzutrommeln. Dann beschlossen wir, mal zu schauen, ob sich noch jemand anschließen möchte. Das Ganze ist größer geworden, als wir es uns jemals vorgestellt hatten.” Mit diesen Sätzen stellen die Veranstalter ihre Idee zum Island Offshore Race to the Arctic vor.
Aus der Idee unter Offshore-Liebhabern ist ein veritables Rennen mit Bucket-List-Faktor geworden: 70 Teams aus fünf Ländern haben sich in Mandal versammelt. Der Starthafen für das Rennen über den Polarkreis zählt zu den idyllischsten Hafenstädtchen Südnorwegens. Hier startet am 26. Juni das Zweihand-Abenteuer, das seine Herausforderer in vier Etappen von Mandal via Stopps in Fedje, Kristiansund und Sndnessjøen in den Zielhafen Svolvær führt.
Der Kurs bringt die Zweihand-Crew von Mandal an der Südspitze Norwegens bis nördlich des Polarkreises zu den Lofoten. Dort werden am 6. Juli alle Boote im Ziel erwartet. Bei der Premiere sind auch drei deutsche Teams am Start: Christoph und Benjamin Morgen auf der JPK 10.50 “Momo” (Norddeutscher Regatta Verein) starten in Gruppe A. Jochen Denkena und Mini-Ass Jan-Hendrik Lenz gehen mit der Sun Fast 3200 “Arrabiata” ebenso in Gruppe C ins Rennen wie Lina Rixgens und Sverre Reinke auf ihrer Sun Fast 30 OD “Gaia”.
Insgesamt ist der Abenteuerfaktor deutlich höher als bei anderen Rennen, das ist auch mal toll.“ Lina Rixgens
„Wir sind super gespannt auf das Seegebiet, die Landschaften und das Segeln in den hohen Breiten rund um Mittsommer. Es ist ein großes Feld mit vielen ähnlichen Booten im Bereich von 30 bis 35 Fuß. Das verspricht ein spannendes Match”, sagte Lina Rixgens am Tag vor dem Rennstart. Die Co-Skipperin weiß wie alle anderen: “Herausfordernd werden sicherlich die kurzen Zwischenstopps mit extrem kleinen Erholungspausen.”
Für Hendrik Lenz könnten die Gegensätze kaum krasser sein. Er kommt gerade von einer Forschungsmission aus Hawaii und steuert nun mit Jochen Denkena den Polarkreis an. “Das Rennen bietet eine spannende Mischung aus Abenteuer und Racing. Die geben sich echt Mühe hier. Man merkt, dass es Regattasegler organisiert haben”, freute sich Lenz am Vorabend des Starts in Mandal über das, was Shorthanded Sailing Norway und das Regattateam vorbereitet haben.
Der Elektrotechnikingenieur in Diensten des Meeresforschungsinstituts Geomar schaute auch aufs GER-Trio und sagte: “In der Performance wird es auch spannend zwischen uns deutschen Teams. Alle sind mit ähnlichen Größen und ORC-Ratings dabei.” Am Freitag um 10:00 Uhr fällt der Startschuss zur ersten Etappe im Island Offshore – Race to the Arctic.
Zum Auftakt der ersten Etappe über 215 Seemeilen von Mandal nach Fedje werden Sonne und leichtere Winde erwartet. Dann könnte schönes Downwind-Segeln folgen. Hier geht es zum Tracker für das Rennen zum Polarkreis.

Freie Reporterin Sport
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