Jedes Jahr am Samstagmorgen des Pfingstwochenendes ist es wieder so weit: Von gleich vier Orten starten die Crews zu ihrem gemeinsamen Ziel vor Helgoland. Auf der Insel erwartet sie ein Landprogramm, abends steigt die große boot Regattaparty mit Live-Musik. Bis dahin war es gestern aber ein langer Weg, das Ankommen und Feiern mussten sich die Crews bei den Leichtwind-Bedingungen wahrlich verdienen, wobei der Wind über den Tag hinweg stetig zunahm. Albert Schweizer, der Wettfahrtleiter der Nordseewoche, zeigte sich gegenüber YACHT erfreut über die Bedingungen: “Wir sind gesegnet mit dem tollen Wetter der diesjährigen Nordseewoche, die fast zwei Wochen früher stattfindet als gewöhnlich.” Bei sonnigen Bedingungen sei die Organisation und Durchführung einer solchen Regatta deutlich leichter.
Der “Noblex-Cup” der Nordseewoche führte die Crews von Cuxhaven nach Helgoland. Letztendlich für sich entscheiden konnte ihn in der ORC-Gruppe die Crew um Tom Stryi auf der “Pax”. Die IMX 40 aus dem Hause X-Yachts hatte nach berechneter Zeit knapp vier Minuten Vorsprung vor den Zweitplatzierten. Diesen Platz belegte die Hanseat 69 um David Kortmann auf seiner “Coriolis”. Den übrigen Platz auf dem Siegerpodest sicherte sich die Crew der “Oromocto”. Kai Greten und sein Team hatten nach berechneter Zeit gerade einmal 50 Sekunden Rückstand auf die Zweitplatzierten. Drei Yachten waren in der Klassiker-Gruppe beim “Noblex-Cup” am Start. Der “Peter von Seestermühe” sicherte sich den Sieg vor “Anita” und der “Germania VI”.
Schon um neun Uhr wurde die Wettfahrt nach Helgoland für die von Hooksiel aus startenden Mannschaften angeschossen. Insgesamt acht Schiffe waren hier am Start. In der ORC-Gruppe siegte in der bei der Nordseewoche als W4 geführten Wettfahrt die Crew der Swan 38 “Truwen” um Steuermann und Eigner Jens-Werner Hinrichs. Hinter ihm lagen auf Platz zwei und drei gleich zwei Schiffe aus dem Hause X-Yachts. Philipp Veith holte mit seiner X-99 “EXception” den zweiten Platz. Ziemlich genau drei Minuten später war die Eignergemeinschaft Kruse, Giese, Brulager auf ihrer X-99 “Friesisch X” im Ziel.
Um zehn Uhr wurde die Startlinie für die Crews freigegeben, die sich von Bremerhaven aus auf den Weg nach Helgoland machten. Hier konnte Maik Gütersloh auf seiner BM96 “Zappalotte” die ORC-Klasse für sich entscheiden. Auf Platz zwei hatte es Matthias Böker mit seiner Crew geschafft. Sie segelten die erste Regatta auf seinem von ihm gezeichneten Greenboats-One-off “Keena”. “Wie ich gehört habe, wurde quasi bis kurz vor dem Start noch geschraubt”, würdigte Marcus J. Boehlich, der Organisationsleiter der Nordseewoche, die außergewöhnliche Leistung im Rahmen der Siegerehrung. Den dritten Platz auf der Zubringerregatta von Bremerhaven nach Helgoland belegten Olaf Hadre und Crew. Sie segelten auf “Vollgut”, Hadres CB 33.
Schon am Freitag waren einige Mannschaften Regatten im Rahmen der Nordseewoche gesegelt: Beim “Garmin-Cup”, bei dem die Crews von Hamburg nach Cuxhaven segelten, gewann in der ORC-Gruppe das Schiff von Dirk Selter. Seine Crew und er hatten auf der Winner 10.20 “Kalea” nach berechneter Zeit nur eine Minute und 7 Sekunden Vorsprung auf das zweitplatzierte Team um Tom Stryi. Noch knapper war der Rückstand dahinter: Joerg Zieron und seine Crew auf “Amuse Bouche”, einer Tripp 40, hatten nur sage und schreibe fünf Sekunden Rückstand auf die Zweitplatzierten. Außerdem machten sich bereits am Freitagabend im Rahmen der “Glück Early Bird Series” 18 Mannschaften auf den Weg von Cuxhaven nach Helgoland. Den “Sundowner” entschied die Humphreys 39 “Ginkgo” von Dirk Clasen für sich. Auf Platz zwei lag die “Red” von Eigner Ulf Ahrens. Gesegelt wurde die Class 40 von Skipper Paul Posch und drei weiteren Crewmitgliedern. Nach berechneter Zeit vier Minuten dahinter lag die Mannschaft von Steffen Müller auf der P33 “Zephyr” von Knierim Yachtbau.