Nations Trophy“Hatari” unwiderstehlich – Italien gewinnt die Teamwertung

Tatjana Pokorny

 · 25.06.2023

Marcus Brenneckes "Hatari" segelte mit Taktiker Markus Wieser zum Sieg bei der Nations Trophy vor Porto Cervo
Foto: ClubSwan Racing/Studio Borlenghi
Vor Porto Cervo haben sich Nautors schöne Rennschwäne zum Kräftemessen in den One-Design-Klassen ClubSwan 36, ClubSwan 42 und ClubSwan 50 getroffen. Während die Gastgeber die Teamwertung der Nations Trophy gewannen, war die schnellste der größten Yachten Marcus Brenneckes “Hatari”

Marcus Brenneckes “Hatari” ist wieder die Nummer eins in der ClubSwan-Racing-Königsklasse. Mit Taktiker Markus Wieser dominierte die deutsche Yacht das Feld von 13 ClubSwan-50-Yachten aus fünf Nationen. Den Gesamtsieg in der großen Klasse des ClubSwan-Regattasegelns sicherte sich die Crew dank konstanter Top-Leistungen mit herausragenden zwölf Punkten, die sich aus zwei ersten Plätzen, zwei zweiten und zwei dritten Rängen zusammensetzten. Ein siebter Platz wurde als schlechtestes Ergebnis gestrichen. Auf die Plätze zwei und drei segelten Andrea Lacortes “Vitamina” und Leonardo Ferragamos “Cuordileone” mit jeweils 25 und 26 Punkten.

Das ist auch eine Belohnung für die gute Vorbereitungsarbeit unserer Mannschaft” (Marcus Brennecke)

“Hatari”-Eigner und Steuermann Marcus Brennecke zog entsprechend glücklich Bilanz: “Es war eine fantastische Woche, ich segle immer gerne hier. Das erste Mal war ich 1984 zum Sardinia Cup hier. Ich komme immer wieder gern nach Porto Cervo zurück.” Zu den Segelbedingungen beim Nations Cup sagte Marcus Brennecke: “Wir haben eine große Vielfalt an Winden erlebt. Die Küstenregatta bei starkem Mistral ermöglichte es uns, mit 26 Knoten vor dem Wind zu segeln und damit einen Geschwindigkeitsrekord für unser Boot aufzustellen!”

Was nicht nur die “Hatari”-Crew am ClubSwan-Regattasegeln und dem Nations Cup reizt, erklärte Brennecke so: “Das Niveau der Konkurrenz ist sehr hoch. Wir haben dank der Konstanz unserer Ergebnisse gewonnen. Das ist auch eine Belohnung für die Vorbereitungsarbeit, die von einem sehr gut miteinander arbeitenden Team geleistet wurde, in dem jeder sein Bestes gibt und in dem sich jeder wohlfühlt.”

Im Team war Italien die beste Nation

In der ClubSwan-42-Klasse gewann die “Mela” von Andrea Rossi mit Enrico Zennaro als Taktiker punktgleich vor “Nadir”. Das spanische Boot musste am Finaltag noch eine Strafe hinnehmen. Platz drei ging dank eines Sieges im letzten Rennen an “Pez de Abril” von José María Meseguer.

Mit einem vierten Tagessieg hat Giangiacomo Serena di Lapigios “G Spot” ihre Dominanz bei der Nations Trophy vor Porto Cervo in der ClubSwan 36 bestätigt. Damit schloss di Lapigios Boot die Veranstaltung mit nur neun Punkten ab, während die Zweit- und Drittplatzierten – ”Cuordileone” von Edoardo Ferragamo und “Fra Martina” von den Brüdern Pavesio – mit jeweils 18 Punkten die Plätze zwei und drei belegten. “Cuordileone” gewann den Tiebreak aufgrund ihres Rennsiegs im fünften Rennen der Nations Trophy.

Ein Fest für das ClubSwan-Racing

Die Nations Trophy – Swan One Design ist eine alle zwei Jahre stattfindende Regatta, bei der es um Individualleistungen von Crews geht, aber auch nationale Teamleistungen gewürdigt werden. Beim letzten Mal ging die Nations Trophy an Deutschland. In diesem Jahr siegte Italien dank der kombinierten Leistung der ClubSwan 50s “Vitamina” und “Cuordileone”. Den zweiten Platz belegte Deutschland mit “Hatari” und “Xai Vision”. Auf Platz drei segelte das Fürstentum Monaco mit der ClubSwan 36 “G Spot” und der ClubSwan 50 “Moonlight”.

YCCS-Kommodore Michael Illbruck, dessen Team Illbruck Challenge vor 21 Jahren das Ocean Race gewonnen hatte, sagte bei der Preisverleihung: “Ich möchte mich bei allen bedanken, die zur Regatta nach Porto Cervo gekommen sind, insbesondere bei Leonardo Ferragamo, der den YCCS ausgewählt hat, um 25 Jahre nach der Übernahme von Nautor Swan und der Gründung des ClubSwan-Racings zu feiern.”

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Tatjana Pokorny

Tatjana Pokorny

Freie Reporterin Sport

Tatjana „tati“ Pokorny ist Autorin von neun Büchern. Sie arbeitet als Reporterin für die YACHT, berichtete unter anderem von neun Olympischen Spielen, als Korrespondentin für die Deutsche Presse-Agentur (DPA), das Hamburger Abendblatt sowie weitere nationale und internationale Medien. Kernthemen sind der America's Cup, das Ocean Race, die Vendée Globe, SailGP und weitere nationale und internationale Regatten und ihre Protagonisten. Lieblingsdisziplin: Portraits von und Interviews mit Segelsportpersönlichkeiten.

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