Meisterschaft der MeisterHamburgerinnen bezwingen Wind und Konkurrenz

Janek Struchholz

 · 26.10.2026

Auf der Außenalster wurden insgesamt neun Rennen plus Vorrunde und Finale gesegelt.
Foto: Meister der Meister / Sven Jürgensen
​Silke Basedow, Maren Hahlbrock und Mia Hahn haben die 45. Meisterschaft der Meister gewonnen. Bei Starkwind auf der Hamburger Außenalster setzte sich die HSC-Crew gegen 25 weitere Teams durch.

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Viel Wind, enge Rennen und ein Heimsieg zum Abschluss: Silke Basedow hat gemeinsam mit Maren Hahlbrock und Mia Hahn die 45. Meisterschaft der Meister gewonnen. Das Team des Hamburger Segel-Clubs setzte sich im Finale der neun besten Mannschaften durch und krönte ein anspruchsvolles Regattawochenende auf der Außenalster.

Anspruchsvolle Bedingungen

Die 26 teilnehmenden Teams mussten sich während der Regatta auf ungewöhnlich starken Wind einstellen. Im Finale wurden durchschnittlich rund 25 Knoten gemessen, einzelne Böen erreichten knapp 30 Knoten. Die Bedingungen verlangten den jeweils dreiköpfigen Crews auf den baugleichen J/22 viel Erfahrung, Kraft und Konzentration ab.

Basedow, Hahlbrock und Hahn ließen sich davon nicht aus dem Rhythmus bringen. Obwohl die Hamburgerinnen leichter waren als viele ihrer Konkurrenten, fanden sie die richtige Balance zwischen Kontrolle und Geschwindigkeit. Der zweite Platz im Finalrennen genügte schließlich, um die Führung aus der Vorrunde zu verteidigen. Nach dem Sieg sagte Basedow:

„Wir waren schon oft auf dem Treppchen, und diesmal hat es geklappt.“

Besonders stolz sei das Team darauf, auch bei starkem Wind konkurrenzfähig gewesen zu sein.

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Lachenschmid gelingt der Sprung auf Platz zwei

Für Andi Lachenschmid wurde das Finale zur erfolgreichen Aufholjagd. Nach der Vorrunde lag die Crew des Münchner Yacht-Clubs lediglich auf dem sechsten Rang. Mit einem Sieg im entscheidenden Finalrennen verbesserten sich Lachenschmid, Ellinger und Henning noch auf den zweiten Platz der Gesamtwertung. Das Team um Wolf Jeschonnek vom Cöpenicker Segler Verein erreichte im Finale den dritten Rang und sicherte sich damit auch den dritten Platz im Gesamtklassement.

Die Wertung setzte sich aus der Platzierung in der Vorrunde und dem Ergebnis des Finalrennens zusammen. Nach dem Low-Point-System gewann die Mannschaft mit der geringsten Punktzahl. Silke Basedow war als Führende mit einem Punkt ins Finale gestartet und kam mit ihrem zweiten Platz auf insgesamt drei Zähler.

Seglerinnen des Jahres

Neben dem sportlichen Gesamtsieg bei der Meisterschaft der Meister stand bei der Sailors Night am Samstagabend eine weitere Auszeichnung im Mittelpunkt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wählten Hanna Wille und Marla Bergmann zu den „Sailors of the Year“. Beide hatten sich 2026 den Europameistertitel im 49erFX gesichert.

Bei der Meisterschaft der Meister gingen Wille und Bergmann gemeinsam mit Svea Wrede an den Start. Das Team lag nach der Vorrunde zunächst auf Rang vier und schloss die Regatta nach dem Finale auf Platz acht ab. Die Auszeichnung sei für sie eine besondere Anerkennung, erklärten die Geehrten.

Inklusion gehört zum sportlichen Wettbewerb

Auch eine inklusive Mannschaft des Hamburger Segel-Clubs stellte sich der hochkarätigen Konkurrenz. Matthias Bünger, Dirk Thalheim und André Gerstberger segelten auf denselben Booten und unter denselben Bedingungen wie die Deutschen Meister sowie die erfolgreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Europa- und Weltmeisterschaften.

Die Crew belegte Platz 25 unter 26 Teams. Unabhängig vom Ergebnis unterstrich ihre Teilnahme den inklusiven Anspruch der Veranstaltung. Thalheim hatte zuvor bei der Europameisterschaft in Lübeck-Travemünde gemeinsam mit Stephanie Brix Bronze in der Para-Wertung gewonnen. Zusammen mit Bünger gewann er außerdem die German Open 2026 in der S/V14.

Traditionsregatta bringt Generationen zusammen

Seit 1980 treffen sich auf der Hamburger Außenalster die erfolgreichen Seglerinnen und Segler unterschiedlicher Bootsklassen. Startberechtigt sind unter anderem Deutsche Meister, Gewinner von Bestenermittlungen sowie Topplatzierte bei Welt- und Europameisterschaften. Die baugleichen Boote sollen dafür sorgen, dass vor allem das seglerische Können über den Ausgang entscheidet.

Das Teilnehmerfeld spiegelte auch in diesem Jahr die große Bandbreite des Segelsports wider. Die jüngsten Starter waren 13, die ältesten 73 Jahre alt. Trotz der schwierigen Wetterverhältnisse blieb die Entscheidung bis zum Finalrennen offen.

Die Siegerehrung wurde von Katrin Adloff, Vizepräsidentin des Deutschen Segler-Verbands, begleitet. Der Verband ist seit 2017 Schirmherr der Meisterschaft.

Ergebnis: die ersten sechs Crews

PlatzCrewVereinPunkte
1Silke Basedow, Maren Hahlbrock, Mia HahnHamburger Segel-Club3
2Andi Lachenschmid, Moritz Ellinger, Basti HenningMünchner Yacht-Club7
3Wolf Jeschonnek, Steffen Dülsen, Klaus LundCöpenicker Segler-Verein8
4Tobias Schadewaldt, Florian Spalteholz, Harry MüllerNorddeutscher Regatta Verein9
5Jan-Philipp Hofmann, Felix Brockerhoff, Nils-Henning HofmannDüsseldorfer Yachtclub10
6Reiner Brockerhoff, Christophe Declerque, Lena StücklDuisburger Yacht-Club12

Die weiteren Ergebnisse finden Sie hie


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Janek Struchholz kommt aus dem Bergischen Land, fühlt sich aber vor allem auf dem Wasser zu Hause. Seine Segellaufbahn begann im Optimisten und führte ihn bis in den internationalen Regattasport der 420er-Klasse. Nach der Schule studierte er Medienkultur in Weimar. Heute verbindet er als Volontär seine beiden Welten: Medien und Wassersport. Privat ist er regelmäßig auf dem IJsselmeer unterwegs und steht gelegentlich noch immer an der Regattastartlinie.

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