Lennart Burke und Melwin Fink müssen das Les-Sables-Horta-Rennen zwei Tage nach ihrem vielversprechenden Start abbrechen. In den Top Ten platziert, katapultiert die Jungprofis der Bruch ihres Backbordruders aus dem Rennen. Die Class-40-Crew war in Winden um 30 bis 35 Knoten unterwegs, als der Bruch ihre Hoffnungen auf ein Top-Resultat platzen ließ.
Das darf eigentlich nicht passieren” (Melwin Fink)
Melwin Fink war am Donnerstagnachmittag gerade seit zehn Minuten wieder auf Wache, als das Ruder bei einer Bootsgeschwindigkeit von etwa 20 Knoten brach. Von einer Kollision gingen die beiden Jungprofis zunächst nicht aus. Beim Ruderblatt sei das Laminat komplett aufgebrochen. Möglicherweise läge auch ein Baufehler am Beschlag vor, tippte Melwin Fink. Zudem seien der Ruderkopf gebrochen und die Ruderstange verbogen. “Das darf eigentlich nicht passieren”, sagte Fink.
Mit dem zweiten Ruder nimmt das Duo aktuell Kurs auf den rund 150 Seemeilen entfernten Hafen von Porto. Dort wollen die beiden voraussichtlich am 30. Juni ankommen. Die Windbedingungen bleiben dabei fordernd. “Sie werden vielleicht auf 25 Knoten runtergehen. Wir fahren Porto mit aktuell etwa 15 Knoten entgegen. Wir hoffen, morgen früh bei Tageslicht anzukommen”, sagte Melwin Fink.
Wir müssen sehen, ob Pogo die Ersatzteile auf Lager hat” (Melwin Fink)
Die Stimmung an Bord der “Signforcom” ist gedrückt. “Wir sind extrem traurig. Aber wir sind froh, dass wir wenigstens das Segel runterbekommen haben. Das Boot ist eben auch noch recht unerprobt”, beschreibt Melwin Fink seine Gemütslage. Die nächsten Schritte sind bereits geplant: “Wir müssen sehen, ob Pogo die Ersatzteile auf Lager hat. Und wir sprechen mit unserem Bootsbauer, ob er nach Porto kommen kann. Wenn wir dort sind, werden wir mehr wissen.”
Das vorläufige Etappen-Aus für Lennart Burke und Melwin Fink kam zur Unzeit. “Wir hatten gerade so viel Spaß, das Boot lief so gut”, erzählte der 21-jährige Melwin Fink, “wir hatten zuletzt neue Top-Speeds von 26 Knoten erlebt.” Ob und wann die beiden Co-Skipper vom Next Generation Sailing Team noch einmal ins Les-Sables-Horta-Rennen einsteigen können, war in den ersten Stunden nach dem Ruderbruch noch unklar.

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