“Dieser Helga Cup war für uns ganz besonders: Nach zwei Jahren Pause sind wir wieder an den Start gegangen. Was von außen einfach aussieht, ist harte Arbeit, über viele Jahre antrainiert”, zog die seit der Premiere 2018 zum fünften Mal siegreiche Steuerfrau Silke Basedow Bilanz. Sehr gut eingespielt mit ihrem Team und ehemals eine erfolgreiche Matchracerin, hat Silke Basedow im Erfahrungssport Segeln an diesem langen Wochenende wieder einmal das beste Paket mitgebracht.
Ich liebe es, im Team unterwegs zu sein und zu gewinnen. Und das klappt meistens ganz gut.” Silke Basedow
Gleichzeitig schickte Silke Basedow nach dem Finale aber auch respektvolle Grüße ans geschlagene VSaW-Team und räumte freimütig ein: “Und doch hatten wir am Ende etwas Glück und konnten den Sieg nach Hause bringen. Das Team vom VSaW hätte ihn genauso verdient. Die Stimmung an Land und auf dem Wasser war wie immer das besondere Highlight. Wir haben viele Bekannte und Freundinnen und Freunde von früher wiedergetroffen und neue Gesichter kennengelernt.”
Die Hilfsbereitschaft, das Interesse und der gegenseitige Respekt sind einzigartig. Wir freuen uns schon jetzt auf das Jubiläum im nächsten Jahr.“ Silke Basedow
Zu Gast beim Norddeutschen Regatta Verein, dessen Team Action auf dem Wasser gemeinsam mit dem Verein Wir sind Wir verantwortlich dirigierte, haben die Seglerinnen in diesem Jahr bei der weltgrößten reinen Frauenregatta einen teilweise starkwindigen und auch regenintensiven Gipfel erlebt. Den dritten Podiumsplatz holten hinter dem für die Stiftung Mammazentrum segelnde Basedow-Crew und den Berlinerinnen das Team vom Kieler Yacht-Club.
64 Frauen-Teams waren auf J/70-Sportbooten im Einsatz, die auch in der Bundesliga eingesetzt werden. 67 Rennen meisterten sie inklusive Finale. Zu den Ergebnissen geht es hier. Parallel waren sieben weibliche Duos über zwölf Rennen in der Inklusiv-Klasse RS Venture Connect gefordert. Hier setzte sich das Team Sophia mit Sophia Hein und Talissa Hackbarth gegen die Windsbräute und die Skyline Sisters durch. Zu den Ergebnissen im RS Venture Connect geht es hier.
Wir nehmen jede Menge Energie und Erinnerungen mit nach Hause.” Team Sophia
Premiere feierte auf der Hamburger Außenalster mit dem Change Makers Race ein neues Format, das in den kommenden Jahren zum Klassiker der Frauenregatta heranreifen soll. Die Schirmherrschaft dafür hat die Hamburger SPD-Bundestagsabgeordnete Aydan Özoğuz übernommen, die im Deutschen Bundestag Vorsitzende des Ausschusses für Sport und Ehrenamt ist.
Drei Frauen haben das Change Makers Race initiiert: Claudia Langenhan, vielen Seglerinnen und auch Seglern deutschlandweit bestens als Mitarbeiterin der NRV-Geschäftsstelle und auch als Wettfahrtleiterin bei großen Regatta bekannt. Und mit ihr Juliane Timmermann, sportpolitische Sprecherin der SPD-Bürgerschaftsfraktion, sowie Katharina von Kodolitsch die Präsidentin des Hamburger Sportbundes.
Die Idee: starke Stimmen aus Politik, Sport, Medien und Gesellschaft zum Wettkampf auf dem Wasser und zum Austausch an Land zusammenzubringen. Unter den Teilnehmerinnen war beispielsweise Mareike Miller, Mitglied im DOSB-Präsidium und Paralympics-Siegerin im Rollstuhlbasketball. Gewonnen hat das Change Makers Race Team Helga mit Skipperin Jana Scherbarth, Jessica Staschen von der Zeit-Stiftung und Katharina von Kodolitsch.
Viele der trotz teilweise harscher Bedingungen am Wochenende glücklichen Augen blickten am Finaltag schon dem Jubiläum im kommenden Jahr entgegen. Be i ihrer dann zehnten Edition wird Helga eine Teenagerin sein. Hamburg Actice City hat den Termin vom 10. bis 13. Juni 2027 bereits als Top-Event festgelegt. Aus der Taufe gehoben hatte die Regatta 2017 Sven Jürgensen, der heute auch mit dem Verein Wir sind Wir inklusives Segeln in ganz Deutschland vorantreibt.

Freie Reporterin Sport
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