Go4SpeedSonniger Saisonauftakt der ORC-Segler vor Kiel: Praxistraining für die deutsche Big-Boat-Szene

Tatjana Pokorny

 · 24.04.2022

Go4Speed: sonniger Saisonauftakt der ORC-Segler vor Kiel: Praxistraining für die deutsche Big-Boat-SzeneFoto: ChristianBeeck.de/DSV

Vom dänischen America's-Cup-Profi über deutsche Ocean-Race-Kandidaten bis zu U20-Neueinsteigern: Die Kielbootsegler trafen sich zum Warm-up vor Schilksee

Der Deutsche Segler-Verband (DSV) und die Regatta-Vereinigung Seesegeln (RVS) hatten geladen, und 16 Teams waren dem Ruf zum traditionellen Praxistraining in der Strander Bucht gefolgt. Der Saisonauftakt der deutschen Kielbootsegler fiel sonnig aus. "Es hat allen Spaß gemacht, endlich wieder zu segeln. Die Stimmung war gut, die Wettfahrtleitung wie gewohnt eine Bank. Da steckte für alle Beteiligten ein guter Mehrwert drin", fasste Johannes Christophers, Leiter der Abteilung Technik und Seeregatten im DSV, das schwungvolle Segelwochenende zusammen. In etwas leichteren Winden zwischen zehn und zwölf Knoten am Samstag und ein paar Knoten mehr am Sonntag schüttelten die Crews ihren Winterrost ab und übten sich in Starts, Manövern und Bootshandling.

  Eines der eingespieltesten Teams an diesem Wochenende: Die "Sydbank"-Crew glänzte mit routinierter Halsen-Technik, der man die langjährige Erfahrung auch zum Saisonbeginn schon anmerkteFoto: ChristianBeeck.de/DSV
Eines der eingespieltesten Teams an diesem Wochenende: Die "Sydbank"-Crew glänzte mit routinierter Halsen-Technik, der man die langjährige Erfahrung auch zum Saisonbeginn schon anmerkte
  Die Go4Speed-Trainer an diesem Wochenende (v. l.): Stefan Matschuck (Geschäftsführer North Sails), Sebastian Block (Service-Segelmacher North Sails) und Bertil Balser (Vorsitzender RVS, North Sails)Foto: ChristianBeeck.de/DSV
Die Go4Speed-Trainer an diesem Wochenende (v. l.): Stefan Matschuck (Geschäftsführer North Sails), Sebastian Block (Service-Segelmacher North Sails) und Bertil Balser (Vorsitzender RVS, North Sails)

Bertil Balser, RVS-Vorsitzender und Service- und Vertriebsmann bei North Sails, konnte beobachten, wie die Mannschaften von Stunde zu Stunde und Tag zu Tag besser wurden. Sein Fazit: "Man hat schon gemerkt, dass viele Segler am Samstag erstmals in dieser Saison wieder auf dem Wasser waren. Gegen Ende des Wochenendes sah es dann bereits ziemlich rund aus. Das Format von Go4Speed macht zum Saisonauftakt Sinn. Und man konnte erkennen, dass sich in der ORC-Szene etwas tut. Wenn man sie mit dem olympischen Segeln und Begriffen wie 'Road to Paris' vergleicht, dann war das so etwas wie der Beginn der 'Road to WM 2023'." Gemeinsam mit North-Sails-Geschäftsführer Stefan Matschuck übernahm Balser auch die Debriefings nach den Kurzregatten. Die Drohnenbilder dazu lieferte Fotograf Eike Schurr – so gab es für die Go4Speed-Teilnehmer zusätzlich zu Fotos und Clips von See interessante Perspektiven auf die eigenen Leistungen.

  Konsolidieren in der Nachstartphase: Jens Kuphals routinierte "Intermezzo"-Crew mit Taktiker Robert Stanjek und Großsegel-Trimmer Max Gurgel kam gut in Fahrt beim Training im Revier vor dem Olympiazentrum Kiel-SchilkseeFoto: ChristianBeeck.de/DSV
Konsolidieren in der Nachstartphase: Jens Kuphals routinierte "Intermezzo"-Crew mit Taktiker Robert Stanjek und Großsegel-Trimmer Max Gurgel kam gut in Fahrt beim Training im Revier vor dem Olympiazentrum Kiel-Schilksee
  Michael Berghorns Mills 45 "Halbtrocken 4.5" kreuzte mit Stamm-Crew und sichtlichem Hunger auf die Saison vor Strande auf. Das Team mit Berghorn am Steuer, dem dänischen Taktiker Jes Gram Hansen und dem holländischen Hochseeprofi Frans Hinfelaar an der Großschot glänzte am Samstag mit einem herausragenden Bergemanöver an der Leetonne, sicher gesetzten Laylines und gutem SpeedFoto: ChristianBeeck.de/DSV
Michael Berghorns Mills 45 "Halbtrocken 4.5" kreuzte mit Stamm-Crew und sichtlichem Hunger auf die Saison vor Strande auf. Das Team mit Berghorn am Steuer, dem dänischen Taktiker Jes Gram Hansen und dem holländischen Hochseeprofi Frans Hinfelaar an der Großschot glänzte am Samstag mit einem herausragenden Bergemanöver an der Leetonne, sicher gesetzten Laylines und gutem Speed

"Be Part of the Crew": Big-Boat-Chance für den Nachwuchs

Eine weitere gemeinsame Aktion von DSV und RVS ist bereits angelaufen: Bis zum 1. Mai können sich junge Segler und Seglerinnen im Rahmen der "Be Part of the Crew"-Kampagne um die Teilnahme an einem Segelwochenende auf einer Hochseeyacht auf der Ostsee bewerben. Ziel ist das Kennenlernen des Regattasegelns auf einem größeren ORC-Boot und die Chance, einen festen Platz in der Crew zu ergattern. Bei dieser Aktion geht es um die Aalregatta im Rahmen der Kieler Woche. Die besten Bewerber wählt eine Jury aus DSV- und RVS-Experten aus. Hier geht es zu den Infos rund um die Kampagne mit Link zum Online-Bewerbungsformular (bitte anklicken!). Gefragt sind junge Segler und Seglerinnen zwischen 16 und 27 Jahren. Für interessierte Bootseigner der Aktion wurde auf Manage2Sail ein eigenes "Event" eingerichtet, damit auch sie sich melden können. Hier geht es zur Anmeldung (bitte anklicken!).

  Das Symbolbild für die Kampagne "Be Part of the Crew"Foto: IDM Seesegeln 2021/Felix Diemer
Das Symbolbild für die Kampagne "Be Part of the Crew"

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