Globe40Mast repariert, Fink-Crew auf Comeback-Kurs Kapstadt

Tatjana Pokorny

 · 04.02.2026

Mit Kurs auf Kapstadt: Melwin Fink und seine Überführungscrew haben La Réunion am Nachmittag des 4. Februar verlassen.
Foto: nextgenerationboating
Die Rückkehr ins Globe40 hat begonnen: Melwin Fink hat an diesem Mittwoch La Réunion mit seiner Überführung-Crew und Kurs auf Recife via Kapstadt verlassen. Zuvor war die Mastreparatur der Class40 gelungen.

“Noch einmal mitmischen und zeigen, was die nächste Generation drauf hat.” Das ist das Ziel von Melwin Fink und Lennart Burke bei der Weltumseglung Globe40. Mit Bumerangschaden auf Etappe drei von La Réunion nach Sydney aus dem Rennen um die Welt geworfen und zur Umkehr gezwungen, hat das Team Next Generation Boating Around the World den Mast inzwischen gründlich überprüft, erfolgreich repariert und die Rückkehr ins Rennen zur sechsten und letzten Etappe von Recife in den Start- und Zielhafen Lorient eingeläutet.

Globe40-Comeback für die deutsche Class40: Zustand “optimal”

Nach mehr als sechs Wochen Abwesenheit, hatten Melwin Fink und seine Begleiter ihre Class 40 im Globe40-Hafen auf La Réunion beim Wiedersehen in der vergangenen Woche in einem “mehr als zufriedenstellenden Zustand” vorgefunden. Umgehend hatten sich der Skipper sowie Daniel Schaade (Carbon Globe) und als technischer Sponsor Oliver Schultheis an die anspruchsvollen Arbeiten gemacht.

​Gleich am Tag nach der Anreise wurde der Mast gelegt. DIe Reparaturarbeiten an Mast und Salingen konnten schnell beginnen. Bei brütenden Temperaturen von teilweise an die 40 Grad heran, arbeitete das Team unter Hochdruck und nach Möglichkeit auch unter dem selbstgebauten Sonnenschutzsegel. Der Mast wurde gescannt, die Ersatzteile eingesetzt und die Schäden behoben die während der dritten Globe40-Etappe von La Réunion nach Sydney aufgetreten waren.

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Den Zustand nach getaner Arbeit bezeichnete das Team Next Generation Boating Around the World als “optimal”. Die Sicherheit und Leistungsfähigkeit für die bevorstehenden Herausforderungen seien “gewährleistet”. Besonderen Dank richtete Melwin Fink deshalb nicht nur an sein Reparaturteam, sondern auch an die hilfsbereiten Menschen auf La Réunion. Gab es etwas zu organisieren, habe sich stets schnelle und effektive Hilfe gefunden. Zusätzliche Unterstützung hatte das deutsche Team vom ortsansässigen Maxime Bourcier, der für das Globe40-Projekt “Free Dom” und damit das Heimteam von La Réunion arbeitet.

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Fink-Crew via Kapstadt auf Kurs Recife

Kaum war das Boot wieder komplett, machte sich die Überführungscrew am 4. Februar auch schon auf den Weg zum ersten Zwischenstopp in Kapstadt. 2200 Seemeilen lagen nach dem Ablegen am Mittwoch vor ihnen. An der Seite der 23 Jahre jungen Globe40-Skippers Melwin Fink sind der erfahrene 46 Jahre alte Offshore-Segler Sebastian Dziwisch, der bereits zweimal solo den Atlantikik überquert hat, und der 56-jährige Oliver Schultheis.

In Kapstadt ist ein mehrtägiger Aufenthalt geplant, bevor die Mannschaft ihre Überführung nach Recife fortsetzt. Für diesen zweiten Teil wird es einen Crew-Wechsel geben: Für Oliver Schultheis kommt Arno Böhnert an Bord. Acht Atlantiküberquerungen hat der Hamburger bereits gemeistert, war zuletzt mit Jost Stollmanns “Alithia” im Rolex Sydney Hobart Race im Einsatz. Nun kommt für Arno Böhnert eine weitere anspruchsvolle Südatlantikpassage von Ost nach West über rund 3330 Seemeilen dazu.

Die restliche Globe40-Flotte erholt sich aktuell in Valparaiso von der Strapazen der vierten Etappe. Dort sind alle Boote bis auf die Nachzügler der “Free Dom” längst angekommen. Thibaut Lefévère und Nicolas Guibal hatten am Nachmittag des 4. Februar nach ihrer Sydney-Reparaturschleife beim 50. Breitengrad im Südpazifik noch etwa 2400 Seemeilen nach Valparaiso vor sich. Sie tun alles, um den chilenischen Hafen rechtzeitig zum Beginn der fünften Etappe zu erreichen. Der Startschuss für den vorletzten Globe40-Abschnitt nach Recife fällt am 18. Februar. Zum Globe40-Ergebnisüberblick nach dem Prolog und vier von sechs Etappen geht es hier.

Globe40-Endspurt ab 29. März mit Burke und Fink

Für sieben Globe40-Herausforderer geht es ab 18. Februar den Südpazifik hinunter, um Kap Hoorn herum und den Südatlantik hinauf in den brasilianischen Hafen von Recife, den Melwin Fink und seine Crew aus der anderen Richtung, aus Kapstadt ansteuern.

Sie werden den Südzipfel Südafrikas etwas früher verlassen als die Globe40-Flotte sich von Valparaiso verabschiedet. Die grobe Planung sieht vor, dass die Fink-Crew Recife in der ersten Märzwoche erreicht. Dort wird dann auch Lennart Burke wieder zum Team stoßen. Gemeinsam werden Burke und Fink dann am 29. März in die Finaletappe über 4290 Seemeilen nach Lorient starten.

Wir wünschen uns einen tollen Abschluss der Regatta und wollen vorn noch einmal Ärger machen.” Lennart Burke

Einen Monat Zeit hat Lennart Burke noch bis zu seinem Wiedereinstieg ins Globe40. Doch Zeit ist gerade seine größte Mangelware, denn die nächste Generation hat expandiert. Burke kümmert sich zuhause im deutschen Norden nicht nur um das Hamburger Hauptquartier von Next Generation Boating in Hamburg-Fuhlsbüttel, sondern auch um den neuen Standort des jungen Unternehmens in Kiel, wo bei Next Generation Yachting “Bootsbau im großen Stil” betrieben werden soll.

Der gerade abgeschlossene Hallenneubau ermögliche “ein breites Schaffensspektrum für Neu- und Umbauten, Refits, Reparaturen, Pflege und Wartung”. Dafür sucht Next Generation Yachting jetzt sehr aktiv und sehr intensiv Bootsbau-Verstärkung auf allen Ebenen.

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