Flensburger HerbstwocheDie Schwiegermutter konnte es nicht verhindern

Lars Bolle

 · 21.09.2008

Trotz Tonnenberührung gewinnt „Ilvitello" überlegen die Flensburger Herbstwoche

Das begehrte Blaue Band für die schnellste an der Förde beheimatete Yacht holte sich Christoph Avenarius mit seiner Comet 45. Doch fast hätte ihm die berüchtigte "Schwiegermutter" einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Es geschah an Tonne sechs, der Untiefenmarkierung an der Holnis Enge, an der schon etliche Fahrten- und Regattasegler "Grundstücke" orderten, weil sie meinten, abkürzen zu können. Peter Schmidt gab mit seiner Evento 42 "Silva Hispaniola" der innen liegenden "Ilvitello" keinen Raum, Avenarius musste ausweichen und die Marke statt in Luv in Lee liegen lassen. Dabei blieb der Spi an der Spitzte der "Schwiegermutter" hängen und zerriss. Die "Silva Hispaniola" wurde später disqualifiziert, die "Ilvitello" konnte mit dem schwereren Ersatzspi dennoch die schnellste Zeit segeln. Es war für Avenarius das dritte Blaue Band in Folge.

Schnellste auswärtige Yacht war die Reichel/Pugh 57 "Scho-Ka-Kola" von Dr. Uwe Lebens, die das Blau-gelbe Band gewann.

Insgesamt starteten 28 Yachten im Wertungssystem ORC International, wovon allein 17 in die Wertungsgruppe 1 der größten Yachten gehörten. Bei den mittleren und kleineren herrschte eher Teilnehmerflaute. "Warum die kleinen ORC-Klassen in diesem Jahr nicht gekommen sind, müssen wir noch analysieren", sagte der Regatta-Obmann des ausrichtenden Flensburger Segel-Clubs Claus-Otto Hansen dem Flensburger Tageblatt.

In der Gesamtwertung ORC Int. gewann berechnet die Judel/Vrolijk 49 "Unique" von Bernd Kriegel. Ein ähnliches Teilnehmerbild zeigte sich in der etwas ungenaueren ORC-Club-Wertung. 24 Starter insgesamt, davon 14 in der großen Gruppe. Über alles gewann berechnet die Judel/Vrolijk 41 "Inshallah VI", bei der als Gaststeuermann David Aisher, Kommodore des Royal Ocean Racing Club, am Ruder stand.

Die Extra-Wertung nach IRC (10 gewertete Yachten) gewann die Rogers 46 "Gut's n Glory" von Christopher Wuttke, die Dansk-Handicap-Wertung (19 Starter) der Norweger Andar Sundvall mit der "More Chaos" (Swan 50 R), bei den erstmals ausgeschriebenen Multihulls (7) der Dragonfly 800R "Nöö" von Falk Kaempfe und beim Swan Cup (24 Starter) John Lange mit der Swan 42 "Lusso Lupa.

Meistgelesene Artikel