Christian Tiedt
· 09.07.2026
Die Jüngste der Fünf ist die Titelverteidigerin: “Gorch Fock”, seit ihrer Indienststellung 1957 Segelschulschiff der Deutschen Marine, gewann beim ersten und bislang einzigen Rennen der nahezu baugleichen Schwesterschiffe. Anlass war damals der 200. Geburtstag der USA.
Nun, 50 Jahre später, sind vier der Barken noch immer im Dienst: Die “Eagle” der US-Küstenwache, die “Sagres” unter der Flagge Portugals, die “Mircea” für Portugal und schließlich “Gorch Fock”. Nur die älteste, die erste “Gorch Fock” und zwischenzeitlich “Towarischtsch”, liegt inzwischen, frisch restauriert, als Museumsschiff in Stralsund. Der Anlass des Treffens ist erneut ein Geburtstag der Vereinigten Staaten, diesmal der 250.
Bis auf die heute aktive zweite “Gorch Fock”, die nach dem Krieg entstand, stammen ihre Vorgängerinnen aus der NS-Zeit, und mit der Ausnahme von “Mircea”, die schon für Rumänien gebaut wurde, dienten sie alle in der Kriegsmarine. Dabei bewährten sie sich so sehr, dass sie nach dem Ende des Dritten Reichs als Reparationen weltweit in Fahrt blieben.
Die aktuelle zweite Auflage der Five Sisters Trophy führt nun über rund 400 Seemeilen von New York nach Boston. Der Start erfolgte am 7. Juli um 9 Uhr morgens Ortszeit in New York (15 Uhr deutsche Zeit). Inzwischen hat die Flotte bereits rund die Hälfte der Strecke hinter sich gebracht. Und befindet sich etwa 80 Seemeilen südlich der Insel Nantucket.
In Führung liegt derzeit “Gorch Fock”, dicht gefolgt von “Eagle”. Voraus liegen nun drei Wegpunkte, die die Schiffe passieren müssen und die sie um die Halbinsel Cape Cod herum nach Norden führen werden. Die Siegerin wird bei den vorherrschenden Windverhältnissen, SW 4-5 Beaufort, am morgigen Tag in Boston erwartet. Den Live-Ticker zum Rennen finden Sie hier!

Ressortleiter Reise
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