EinhandregattaSilverrudder 2022: noch 17 Startplätze zu vergeben

Einhandregatta: Silverrudder 2022: noch 17 Startplätze zu vergebenFoto: YACHT/M. Groth

Am 16. September fällt der Startschuss zur diesjährigen Silverrudder Challenge. Jetzt zur größten Einhandregatta der Welt nachmelden – schnell sein lohnt sich!

In 46 Tagen startet die Silverrudder Challenge, und es gibt noch Startplätze! Am 7. August um 18 Uhr ergibt sich auf www.silverrudder.com die zweite Chance für all diejenigen, die es bisher verpasst oder nicht geschafft haben, sich zur diesjährigen Ausgabe anzumelden. Nachdem einige ihr Meldegeld nicht bezahlt oder sich doch umentschieden haben, sind jetzt nochmals 17 Startplätze zu vergeben.

Doch auch dafür sollte man vermutlich wieder schnell sein, denn die maximale Zahl an Startplätzen von 450 Booten war für das Rennen am 16. September von und nach Svendborg bereits zwei Stunden nach Öffnung des Meldeportals vergeben.

  Susann Beucke bei ihrer Silverrudder-PremiereFoto: Seascape First/A. Sutej
Susann Beucke bei ihrer Silverrudder-Premiere

Viele Rekordhalter und weitere Helden und Heldinnen der stürmischen Auflage von 2021 sind ebenso wieder dabei wie eine deutlich größer gewordene Gruppe ambitionierter Skipperinnen. Ihre Zahl hat sich bei nur sechs Starterinnen 2021 mit nun 16 gemeldeten Frauen fast verdreifacht. Unter ihnen sind die zweimalige Mini-Transat-Seglerin Lina Rixgens, die olympische 49er-FX-Silbermedaillengewinnerin Sanni Beucke zum zweiten Mal nach ihrer fordernden Premiere im vergangenen Jahr und mit Lena Weißkichel eine weitere aufstrebende Wiederholungstäterin.

Lena Weißkichel trainiert abseits vom Silverrudder-Parcours hart dafür, an der Seite ihrer 49er-FX-Steuerfrau Nadine Böhm in zwei Jahren Susann Beuckes Erbe im olympischen Segelsport anzutreten. Beim Silverrudder werden sich die Kurse der Skiff- und Seesegel-affinen Beucke und Weißkichel kreuzen. Sanni Beucke hat nach ihrer harten Feuertaufe auf der Seascape 18 im vergangenen Jahr aufgerüstet: Ihre zweite Runde wird sie auf einer Beneteau Figaro 3 bestreiten. Lena Weißkichel hat sich mit Blick auf ihr Silverrudder-Comeback eine Dehler 30 od für die Dänemark-Prüfung gewählt.

  Einiges an Wind und neue Rekorde in allen Klassen waren im letzten Jahr gebotenFoto: Mikkel Groth
Einiges an Wind und neue Rekorde in allen Klassen waren im letzten Jahr geboten

Das Silverrudder vereint viele spannende Segelkarrieren und lockt jedes Jahr erfahrene Haudegen, abenteuerhungrige Novizen, leidenschaftliche Solo-Regattasegler, Wiederkehrer und Erstteilnehmer. Dabei geht es immer internationaler zu: Starter aus 13 Ländern wollen die multinationale Flotte ein Jahr nach der Jubiläumsauflage Mitte September mit ihren Leistungen und ihren Geschichten prägen. Die Vorfreude ist bei den Newcomern ebenso groß wie bei den Dauerbrennern.

Die "Challenge of the Sea" ist eine jährlich stattfindende Einhandregatta, die rund um die Insel Fünen in Dänemark gesegelt wird. Die Regattaveranstaltung ist die größte Einhandregatta der Welt, gemessen an der Zahl ihrer Teilnehmer. Start und Ziel ist die Hafenstadt Svendborg, gelegen am Svendborg Sund im Süden der Insel.

  Flaute und idyllische Stimmung im Jahr 2020Foto: YACHT/M. Groth
Flaute und idyllische Stimmung im Jahr 2020

Die Veranstaltung erfreute sich nach ihrer Erstausgabe schnell großer Beliebtheit und wird dieses Jahr zum elften Mal stattfinden. Bei der ersten Regatta 2012 meldeten 15 Boote, im folgenden Jahr hatten schon 100 Skipper gemeldet.

2014 waren es sogar 200 gemeldete Segler. Die Hälfte der Teilnehmer waren schon damals keine Dänen. Acht verschiedene Nationalitäten waren präsent, und zum ersten Mal kamen die Sieger in drei Bootsklassen nicht aus Dänemark.

Das Silverrudder genießt unter deutschen Seglern Kultstatus. Für 2022 lag der Anteil der deutschen Starter kurz vor Finalisierung der Teilnehmerliste für dieses Jahr bei knapp über 60 Prozent.

Die wichtigsten Zahlen aus dem vergangenen Jahr: Bei der zehnten Auflage waren ebenfalls die maximalen 450 Teilnehmer gemeldet. 29 sagten ihren Einsatz noch vor dem Start ab. 67 blieben den Rennen – zumeist aus Respekt vor den angekündigten starken Winden – ohne Absage fern. 354 Boote starteten ins Rund-Fünen-Rennen, 329 erreichten das Ziel. In allen sieben Klassen wurden pünktlich zum Jubiläum neue Rekorde aufgestellt. Sie werden in diesem Jahr schwer zu schlagen sein.

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