Copa del Rey100 Boote für Spaniens ORC-Klassiker

Tatjana Pokorny

 · 30.07.2026

In der eigenen Division der OneDesign-Klasse ClubSwan 42 werden zur Copa del Rey Mapfre enge Duelle erwartet.
Foto: Nico Martinez/Copa del Rey Mapfre
Noch wird im Balearenrevier intensiv trainiert. Am 1. August beginnt die 44. Copa del Rey Mapfre offiziell, ab 4. August starten die Rennen. Imposante 100 Boote sind beim gastgebenden Real Club Náutico de Plama für den spanischen ORC-Gipfel gemeldet. Darunter auch ein Dutzend dynamischer und namhafter deutscher Teams.

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Nicht nur in Spanien ist die Copa del Rey Mapfre seit 44 Jahren das Synonym für hochkarätigen küstennahen Big-Boat-Segelsport. Auch international zählt der seit 1982 umkämpfte Königspokal zu den wichtigsten und beliebtesten ORC-Gipfeln der Segelwelt.

Copa del Rey: Mapfre ist gekommen um zu bleiben

Da kam zuletzt die Erneuerung der Partnerschaft zwischen dem gastgebenden Real Club Náutico de Palma und dem schon mehr als zwei Jahrzehnte treuen Titelsponsor Mapfre als gute Kunde für Veranstalter und Teilnehmer. Mindestens bis 2028 wollen der Club und das Versicherungs- und Finanzdienstleistungsunternehmen die spanische Regattaserie weiter gemeinsam vorantreiben.

Nicht weniger als 100 Boote stehen für die 44. Edition vom 1. bis 8. August auf der Meldeliste. Darunter sind auch zwölf Teams, die unter deutscher Flagge in die Serie starten. Gesegelt wird in Regie des des Real Club Náutico de Palma in den ORC-Divisionen 0, A, B und C. Dazu hat die ClubSwan-42-Flotte mit sieben Booten eine eigene Wertung (ohne deutsche Beteiligung) bekommen. Außerdem wird erneut der Balearia Women’s Cup vergeben, um den 15 Frauen-Teams aus vier Ländern kämpfen.

In der Klasse ORC 0 treten zwei bekannte deutsche Eigner und ihre Crews im Feld von 14 Booten aus sieben Ländern an: Michael Berghorns Mills 45 “Halbtrocken 4.5” vom Verein Halbtrocken Sailing und Carl-Peter Forsters TP52 “Red Bandit” (Bayerischer Yacht-Club) sind bereit für den Balearen-Höhepunkt. In ihrer Gruppe treffen sie auch auf die ORC 52 “Hispania” mit dem spanischen König Felipe de Bourbón als Skipper. Mehr als die Hälfte der ORC-0-Flotte bilden acht schnelle TP52-Yachten. Kleinstes Boot ist hier die französische Botin 44 “Albator 3” von Philippe Frantz.

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Deutsche Boote mit Podiumschancen in mehreren Divisionen

19 Boote wollen an der ORC-A-Startlinie aufkreuzen. Vier von ihnen sind unter deutscher Flagge dabei: Johannes Wackerhagens Knierim 49 “Desna” (Kieler Yacht-Club), Christian Plumps Swan 42 “Elena Nova” (Real Club Náutico de Palma), Jan Opländers modifizierte Swan 45 “Katima” (Norddeutscher Regatta Verein) und Sascha Schröders Neo 430 Roma “Neomind” (Verein Seglerhaus am Wannsee) bekommen es ials A-Teams mit scharfer Konkurrenz aus zehn Nationen zu tun.

ORC-Division B bilden 23 Boote aus elf Ländern. Unter ihnen ist mit der First 44-P “Alegria von Pit Finis (Düsseldorfer Yacht-Club) nur ein deutsches Boot am Start. Favoriten aber sind die amtierenden ORC-Weltmeister auf der argentinischen PG390 “Katara” um Eigner Julián Somodi und eine Reihe weiterer Top-Teams.

In ORC C, so haben es die Veranstalter angekündigt, finde sich “die höchste Konzentration an Meistern”. Hier sind auch die Cape-31-Crews auf Hendrik Brandis’ “Earlybird” (Norddeutscher Regatta Verein/Bayerischer Yacht-Club), Gabrielle und Otto Pohlmanns “Meerblick” (Real Club Náutico de Palma) und Sönke Meier-Sawatzkis Kieler-Woche-Siegerin “Niramo” (Kieler Yacht-Club) im Einsatz. Die “Earlybirds” hatten im vergangenen Jahr bei der im Rahmen des Balearen-Klassikers ausgetragenen EM Silber geholt.

ASK-Boot “Askew” in der Bucht von Palma dabei

Dazu kommen in ORC C Christian Teichmanns JPK 10.30 “Velaroja” (RCNV/RORC) und die Comar Comet 38S “Askew” mit der Crew um Florian Schieren und Joshua Weller von der Akademischen Segelgruppe Karlsruhe. Die ASK hatte ihr aktuelles Boot mit Baujahr 2008 vor neun Jahren in Holland gebraucht gekauft. Die “Askew” dient der Gruppe bei Ausbildungstörns und internationalen Regattateilnahmen. Für die Regatta in Spanien wurde intensiv trainiert – sowohl zuletzt auf dem Kurs von Barcelona nach Palma als auch aktuell im Copa-Revier selbst. Das vorab ausgerufene Ziel des ASK-Teams: “Sportlich sauberes Regattasegeln mit Lernkurve für alle Levels.”

Die Copa del Rey Mapfre wird ihren Herausforderern in diesem Jahr auch viel Hitzbeständigkeit abfordern. In Palma de Mallorca werden die Segler und Seglerinnen aktuell von Temperaturen um 35 Grad geprüft. Im Inselinneren ist es noch heißer. Mehrere spanische Medien haben gerade die nächste anrollende Hitzewelle vermeldet. Gut dran ist, wer auf dem Wasser beim Regattasegeln ein wenig kühlenden Wind genießen kann.

Sneak Preview! Die Vorschau der Spanier auf die 44. Edition ihrer in vielerlei Hinsicht königlichen Serie:

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Tatjana Pokorny

Tatjana Pokorny

Freie Reporterin Sport

Tatjana „tati“ Pokorny ist Autorin von neun Büchern. Sie arbeitet als Reporterin für die YACHT, berichtete unter anderem von neun Olympischen Spielen, als Korrespondentin für die Deutsche Presse-Agentur (DPA), das Hamburger Abendblatt sowie weitere nationale und internationale Medien. Kernthemen sind der America's Cup, das Ocean Race, die Vendée Globe, SailGP und weitere nationale und internationale Regatten und ihre Protagonisten. Lieblingsdisziplin: Portraits von und Interviews mit Segelsportpersönlichkeiten.

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