ClubSwan-36-EM“Goddess” segelt mit zwei Gold-Jungs auf Platz vier

Tatjana Pokorny

 · 08.10.2022

ClubSwan-36-EM: “Goddess” segelt mit zwei Gold-Jungs auf Platz vierFoto: CS36 Europeans Split/Francesco Ferri
Die 36er sind los. Bei der ClubSwan-36-EM vor Split waren drei Boote unter deutscher Flagge im Einsatz. Zwei sind mit der “Goddess” (Bugnummer 12) und der “Bracing Breeze” (Bugnummer 8) hier zu sehen

Bei der ersten ClubSwan-36-EM in Split hat Nikolai Burkarts “Goddess” das Podium nur knapp verpasst. Einen Crash und eine Disqualifikation zu Beginn der Serie konnte die siebenköpfige Crew auch mit prominenter Verstärkung an Bord und insgesamt zwei Tagessiegen nicht ausgleichen

Starke Serie mit einer schweren Bürde

In der noch jungen Rennklasse ClubSwan 36 herrscht ein hartes Regiment: Bei sieben Wettfahrten gab es im Bilderbuchrevier vor Split keinen Streicher. Da war es schmerzhaft, wenn man wie “Goddess” im dritten von sieben Rennen einen Crash erlebt und eine “Black Flag”-Disqualifikation kassiert hatte, die mit 16 Punkten extrem schwer wog.

Mit den Rängen 2, 1, 5 und 2 kletterten Skipper Nikolai Burkart und sein Team zwar danach wieder im Klassement aufwärts. Doch zum Podium fehlten in der Endabrechnung der ClubSwan-36-EM vier Punkte. Die letzte Chance auf eine weitere Aufholjagd der “Goddess” platzte mit den entfallenen Rennen am Finaltag. Daran konnten auch zwei Goldjungs an Bord nichts mehr ändern: 470er-Olympiasieger Šime Fantela und sein Bruder Mihovil Fantela. Gemeinsam hatten die vielbegabten Kroaten die 49er-Weltmeisterschaft 2018 gewonnen. In diesem Jahr waren sie WM-Dritte und nehmen im Skiff Kurs auf Olympia 2024 in Frankreich.

Verlagssonderveröffentlichung
Nikolai Burkarts “Goddess” im EM-Revier von SplitFoto: CS36 Europeans Split/Francesco Ferri
Nikolai Burkarts “Goddess” im EM-Revier von Split

Den Titel bei dieser ClubSwan-36-EM sicherte sich Richard Thompsons britisches Team auf “Black Seal” vor der monegassischen “G Spot” von Giangiacomo Serena di Lapigio und der italienischen “Farstar” von Lorenzo Mondo. Edoardo Ferragamos “Cuordileone” (dt.: Löwenherz) musste sich hinter der “Goddess” vom Yachtclub Dettingen auf Platz fünf einreihen. Hier geht es zu den EM-Endergebnissen.

Eng geht es im Feld der anspruchsvoll zu segelnden Racer immer zuFoto: Foto: CS36 Europeans Split/Francesco Ferri
Eng geht es im Feld der anspruchsvoll zu segelnden Racer immer zu

Viele deutsche Segler im EM-Einsatz

Auf Platz neun segelte bei der Premiere der ClubSwan-36-EM mit zwölf Startern aus acht Nationen die Berliner “Bracing Breeze” von Alexander Kudlich. Das Team vom Verein Seglerhaus am Wannsee war mit den künftigen Ocean-Race-Seglern vom Offshore Team Germany im Einsatz: Robert Stanjek, Phillip Kasüske und Annie Lush nutzten die europäischen Titelkämpfe für einen gemeinsamen Regatta-Einsatz, während ihr französischer Ocean-Race-Co-Skipper Benjamin Dutreux sich mit der Imoca zunächst auf sein Solo bei der Route du Rhum ab 6. November vorbereitet.

Mit von der EM-Partie auf der “Bracing Breeze” waren in kroatischen Gewässern auch Moritz Bruns, Karl Gurgel und Johannes Polgar. Platz zwölf belegte vor Split Daniel Kipps “Tracing Perfection” (SCSz).

“Goddess”-Seglerin Alexandra Lauber hat auf dem Vorschiff auch die Konkurrenz im BlickFoto: CS36 Europeans Split/Francesco Ferri
“Goddess”-Seglerin Alexandra Lauber hat auf dem Vorschiff auch die Konkurrenz im Blick

Auf Wiedersehen in 2023

Mitreißende Gastgeber der ClubSwan-36-EM waren die Marina Split und der Yacht-Club Labud. Für das kommende Jahr ist die Rückkehr der noch jungen, aber flott wachsenden ClubSwan-36-Flotte nach Split bereits geplant. Für die Swan Croatia Challenge 2023 sind laut Veranstaltern bereits 15 Yachten gemeldet.

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