Bodensee Rund Um"Green Horny", "Holy Smoke" und "Orange Utan" auf dem Podium

Tatjana Pokorny

 · 01.06.2018

Bodensee Rund Um: "Green Horny", "Holy Smoke" und "Orange Utan" auf dem PodiumFoto: Kaufmann / Rund Um

Drei Boote mit kreativen Namen segelten bei der 68. Rund Um auf die Podestplätze. Der Schweizer Yacht-Club Arbon feiert einen Doppel-Sieg

Bei der 68. Rund Um auf dem Bodensee haben die Eidgenossen die dicksten Pokale abgeräumt. Mit dem Katamaran "Green Horny" gewannen Sammy Smits und sein Team vom Yacht-Club Arbon die beliebte jährlich ausgetragene Bodensee-Segelrunde vor dem Vereinskameraden auf Albert Schiess' "Holy Smoke". Für den Lindauer Segler-Club erkämpfte der Zweirumpfer "Orange Utan" von Ralph Schatz Platz drei. Der Sieger-Kat verwies mehr als 300 Konkurrenten mit einer gesegelten Zeit von knapp sieben Stunden auf die Plätze, erreichte die Ziellinie am Samstagmorgen um 2.27 Uhr.

  Rund-Um-Siegerin "Green Horny"Foto: Kaufmann/Rund Um
Rund-Um-Siegerin "Green Horny"
  In die Nacht hinein: "Orange Utan" segelte auf Platz 3Foto: Kaufmann / Rund Um
In die Nacht hinein: "Orange Utan" segelte auf Platz 3

Ein kurioses Finale prägte den Klassiker in diesem Jahr, denn lange Zeit sah Fritz Trippolt mit einem Vorsprung von mehreren Seemeilen wie der sichere Sieger aus. Doch kurz vor dem Ziel war der Vorjahressieger in einem Flautenloch vor Nonnenhorn steckengeblieben. Und mit ihm parkte auch die zwischenzeitlich zweitplatzierte "Orang Utan" unter Land ein und saß in einer der nicht ganz untypischen Bodensee-Fallen. Gleichzeitig erwies sich der von der zu diesem Zeitpunkt noch weit zurückliegenden "Green Horny"-Crew gewählte Kurs in Seemitte über den Rheindamm als goldrichtig. Der Zweirumpfer profitierte dort von auffrischenden Winden und zog schließlich mit 14 Knoten Bootsgeschwindigkeit an den stehenden Rivalen vorbei.

Der Startschuss zur Rund Um war bei extremer Flaute gefallen. Teile des Feldes hatten die Startlinie auch nach einer halben Stunde noch nicht passiert. Doch wenig später brachte ein Gewitter aus der Rorschacher Bucht Schubkraft. "Da wären wir fast gestolpert", berichtete Sammy Smits über eine der brenzligen Situationen während des Bodensee-Marathons, "der Wind kam mit zwei Beaufort mehr von der Seite. Wir waren schon auf einer Kufe, konnten gerade noch das Großsegel aufschmeißen." Was nicht die einzige Herausforderung für die späteren Sieger blieb: "Im Überlinger See sind wir wie ein Scheibenwischer gefahren. Immer ging es auf der Suche nach Wind hin und her."

Viele Boote wurden bei der mit rund 1500 Teilnehmern auf 312 Booten größten Segelregatta auf dem Bodensee am Samstagmittag erst noch im Ziel erwartet. Der Kurs führte die Flotte über 100 Kilometer von Lindau über Romanshorn, Konstanz und Überlingen wieder zurück in den Starthafen.

  Erleuchtet: "Skinfit"Foto: Kaufmann/Rund Um
Erleuchtet: "Skinfit"
  Die Begeisterung für die Rund Um ist rund um den Bodensee traditionell großFoto: Kaufmann / Rund Um
Die Begeisterung für die Rund Um ist rund um den Bodensee traditionell groß

Meistgelesene Artikel