Das Silverrudder zählt zu den begehrtesten Einhandregatten Europas. Das bestätigt sich auch in diesem Jahr. Gestern Nacht wurde die Anmeldeseite freigeschaltet und prompt ging der Server in die Knie. Doch letztlich konnten sich nach Angaben des Veranstalters alles Interessenten registrieren. Damit ist die Teilnehmerliste, die aus logistischen Gründen auf 450 Plätze limitiert ist, wieder voll, was die ungebrochene Anziehungskraft des Klassikers rund Fünen eindrucksvoll unterstreicht. Rennleiter Philip Cossen entschuldigt sich für die Unannehmlichkeiten und kündigt an, das Anmeldesystem bis zur nächsten Ausgabe grundlegend zu erneuern.
Philipp Cossen: Ganz ehrlich: Wir haben eine wirklich schlechte Website, und nach dem gestrigen Vorfall haben wir nun entschieden, dass wir sie ersetzen müssen. Wir hatten schlicht einen Systemausfall, und wir wissen nicht warum. Das System meldete mehrfach, es befinde sich im Wartungsmodus. Dabei war es während des gesamten Anmeldezeitraums, der den ganzen Abend dauerte, zwei Stunden lang komplett nicht erreichbar.
Genau. Ich werde heute noch alle Silver-Rudder-Teilnehmer und Interessierten anschreiben und mich entschuldigen. Unser Web-Support sagt schlicht, das System sei überlastet gewesen. Wenn beim Berlin-Marathon Tausende von Menschen gleichzeitig registrieren, haben die kein solches Problem. Das müssen wir ein für alle Mal in den Griff bekommen, das ist einfach nicht gut genug.
Wir sind ausverkauft. Alle 450 Tickets wurden verkauft. Die letzten 15 bis 20 Tickets gingen heute Morgen weg. Wir sind sehr zufrieden. Normalerweise verkaufen sich die 450 Tickets in einer Stunde oder noch schneller. Dieses Mal hat es aufgrund der technischen Probleme etwas länger gedauert – aber alle, die sich anmelden wollten, haben es geschafft.
Genau das. Nur die Website, die ausgefallen ist. Nichts Dramatisches. Kein Putin, kein Trump, keine anderen Krisen. Unsere Website ist schlicht nicht gut genug. Die gute Nachricht ist: Das Silverrudder selbst ist so gut wie immer. Das wurde dadurch überhaupt nicht beeinträchtigt.
Wir haben entschieden, nächstes Jahr ein neues Anmeldesystem einzuführen. Wir sind Amateure, aber wir lernen gerne dazu und wollen es beim nächsten Mal besser machen.
Das Silverrudder startet und endet in Svendborg am Svendborgsund im Süden der Insel Fünen in Dänemark. Von dort aus segeln die Teilnehmer nonstop rund 134 Seemeilen um Fünen, durch den Großen Belt und wieder zurück nach Svendborg. Ob rechts- oder linksherum wird jeweils am Abend vor dem Rennen von der Wettfahrtleitung entschieden. Die Startlinie befindet sich dabei bei Christiansminde.

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