76. Rolex Sydney Hobart am "Boxing Day" gestartetAustraliens Langstreckenklassiker ist zurück

Tatjana Pokorny

 · 26.12.2021

76. Rolex Sydney Hobart am "Boxing Day" gestartet: Australiens Langstreckenklassiker ist zurückFoto: Rolex/Andrea Francolini

Nachdem das Rolex Sydney Hobart Race im vergangenen Jahr in der Pandemie entfallen musste, konnte der 628-Seemeilen-Klassiker jetzt wieder gestartet werden

Der Regattastolz der Australier könnte kaum größer sein: Nachdem das Rolex Sydney Hobart Race 2020 in der Corona-Pandemie hatte abgesagt werden müssen, hat sich in diesem Jahr eine Flotte von 88 Booten für den Klassiker formiert. Eine Armada an Zuschauerbooten säumte den Startkorridor vor Sydney und bildete den traditionell am zweiten Weihnachtstag ("Boxing Day") erfolgten Auftakt zum Segelfest. Das 628 Seemeilen lange Rennen wird seit rund einem Dreivierteljahrhundert ausgetragen, zählt zu den berühmtesten Langstrecken der Segelwelt. Etwa 60.000 Segler und 7.000 Yachten haben die Regatta von Sydney nach Hobart auf Tasmanien in seiner Geschichte schon bestritten.

  Der Kurs auf einen BlickFoto: Rolex Sydney Hobart Race
Der Kurs auf einen Blick
  Immer ein Genuss: die Bilder von Start des Rolex Sydney Hobart RaceFoto: Rolex/Andrea Francolini
Immer ein Genuss: die Bilder von Start des Rolex Sydney Hobart Race

Zu den ehemaligen Teilnehmern zählt auch der viermalige Olympiasieger, America's-Cup-Jäger und Rolex-Botschafter Sir Ben Ainslie, der über das Rennen sagte: "Diese Erfahrung hat mich echte Wertschätzung für das Segelkönnen und die Kameradschaft spüren lassen, die Offshore-Rennen innewohnen. Das gilt insbesondere für die Amateur-Boote, die zwei- oder dreimal so lange für die Strecke brauchen und nicht ganz so komfortabel sind wie die Maxis. Ein schöner Aspekt dieses Rennens ist die Tatsache, dass die Handicap-Wertung jedem Team – unabhängig von der Bootsgröße – eine Chance auf den Sieg einräumt. Natürlich spielt das Wetter dabei eine Rolle, aber es ist so, dass kleinere Amateur-Crews oft gegen die Profis gewinnen."

  Weihnachtsauftakt zum Langstreckenklassiker vor Syndeys KulisseFoto: Rolex/Andrea Francolini
Weihnachtsauftakt zum Langstreckenklassiker vor Syndeys Kulisse

Die aktuelle Auflage begann gleich mit einem ärgerlichen technischen Rückschlag an Bord einer der mitfavorisierten Maxis: Nachdem David Witts "SHK Scallywag 100" in knackigen 15 bis 25 Knoten Wind einen perfekten Start hingelegt und an den ersten beiden Wendemarken geführt hatte, wurde die Crew von einem Problem mit dem Decksbeschlag des J2-Segels zurückgeworfen. In einer Nachricht der Mannschaft hieß es: "Kurz nach Passage der Heads hat die Yacht ein Problem mit dem J2-Vorsegel-Decksbeschlag bekommen. Der Crew gelang es, das Segel sicher zu bergen und das orange Sturmsegel zu setzen, während sie an einer Lösung für das Problem arbeitete." Die Führung hatte wenige Stunden nach dem Start Peter Harburgs Hundertfußer "Black Jack" unter der Flagge Monacos vor Christian Becks australischer "LawConnect" übernommen. "Scallywags" Mannschaft konnte zunächst Platz drei halten. Hier geht es zum Live-Tracking der Yachten (bitte anklicken!).

  Druck in der Luft: Der Start erfolgte in knackigen WindenFoto: Rolex/Andrea Francolini
Druck in der Luft: Der Start erfolgte in knackigen Winden
  Spitzenreiter nach den ersten Seemeilen: Peter Harburgs "Black Jack"Foto: Rolex/Andrea Francolini
Spitzenreiter nach den ersten Seemeilen: Peter Harburgs "Black Jack"
  Nach starkem Start zunächst von einem technischen Problem zurückgeworfen: David Witts Team auf "Scallywag"Foto: Rolex/Andrea Francolini
Nach starkem Start zunächst von einem technischen Problem zurückgeworfen: David Witts Team auf "Scallywag"

Die Anfangsphase des Rennens bleibt noch eine Weile ruppig. Wind von 25 bis 30 Knoten und Wellen mit bis zu zweieinhalb Metern Höhe könnten die Seesegler noch ein bis zwei Tage fordern. Die Flotte wurde schon vor dem Start von 89 auf 88 Boote dezimiert, als sich die Corby 49 "Vamp" von Donald Graham vom Rennen abmeldete. Das tat das Team freiwillig, nachdem bekannt wurde, dass eines der Crew-Mitglieder engen Kontakt zu einer positiv auf Corona getesteten Person hatte. Vor dem Start des Rennens hatten sich alle Teilnehmer einem Covid-19-Test unterzogen. Hier geht es zur Vorschau auf die 76. Auflage des Rolex Sydney Hobart Race (bitte anklicken!). Hier geht es zur ABC-Startberichterstattung (bitte anklicken!).

  Rang mit der führenden "Black Jack"-Crew wenige Stunden nach dem Start um die Führung: die Crew um Christian Beck auf dem Maxi "LawConnect"Foto: Rolex/Andrea Francolini
Rang mit der führenden "Black Jack"-Crew wenige Stunden nach dem Start um die Führung: die Crew um Christian Beck auf dem Maxi "LawConnect"

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