52 Super Series“Platoon” mit imposantem Endspurt aufs Podium

Tatjana Pokorny

 · 01.10.2022

52 Super Series: “Platoon” mit imposantem Endspurt aufs PodiumFoto: Nico Martinez
Für die fantastischen Bilderwelten vom Royal Cup der 52 Super Series sorgte einmal mehr der spanische Fotograf Nico Martinez 52 Super Series

Harm Müller-Spreers “Platoon”-Crew hat sich bei der vierten und vorletzten Regatta der 52 Super Series vor Scarlino mit einem starken Endspurt noch aufs Podium katapultiert. Beim Royal Cup verdrängte die für den Norddeutschen Regatta Verein startende “Platoon” Hasso und Tina Plattners Team auf “Phoenix” (Südafrika) punktgleich auf Platz vier

Fotokunst von Nico Martinez. Im Fokus: die amerikanische “Sled”, die bis zum Finaltag um den Sieg beim Royal Cup vor Scarlino kämpfte, sich dann aber dem Team Quantum Racing geschlagen geben musste | Foto: Nico Martinez/52 Super Series
Fotokunst von Nico Martinez. Im Fokus: die amerikanische “Sled”, die bis zum Finaltag um den Sieg beim Royal Cup vor Scarlino kämpfte, sich dann aber dem Team Quantum Racing geschlagen geben musste | 

Es ist alles angerichtet für ein spannendes Finale der 52 Super Series Ende Oktober im künftigen America’s-Cup-Revier von Barcelona. Beim Royal Cup vor Scarlino stellten die Klassen-Besten in der TP 52 die Weichen für die Entscheidungen in dieser Saison. Alles deutet nun in der führenden Einrumpf-Profiserie auf einen erneuten Sieg der Amerikaner hin. Mit Hasso und Tina Plattners “Phoenix” segelt aber der Aufsteiger der Saison noch in Schlagdistanz.

Verlagssonderveröffentlichung

Doug DeVos’ Team Quantum Racing hat das Kräftemessen im toskanischen Revier vor Scarlino mit souveräner Leistung in den letzten beiden der insgesamt zehn Rennen gewonnen, aber “Phoenix blieb dran …

Während die “Sled”-Crew in den letzten Rennen mit den Rängen 6, 5 und 7 im Kampf um den Sieg vor Scarlino patzte, sicherte sich das US-Team Quantum Racing mit den Rängen 1, 2 und 4 in den letzten drei Wettfahrten nervenstark den Sieg | Foto: Nico Martinez/52 Super Series
Während die “Sled”-Crew in den letzten Rennen mit den Rängen 6, 5 und 7 im Kampf um den Sieg vor Scarlino patzte, sicherte sich das US-Team Quantum Racing mit den Rängen 1, 2 und 4 in den letzten drei Wettfahrten nervenstark den Sieg | 

Hier sind die Höhepunkte vom Finaltag

Die in Italien siegreiche US-Crew verdrängte im Schlussspurt noch die zuvor in Führung gelegene, ebenfalls amerikanische “Sled” von Takashi Okura. Den dritten Podiumsplatz sicherte sich vor Scarlino Harm Müller-Spreers “Platoon” nach einigen Aufs und Abs mit dem neuen Taktiker Vasco Vascotto. Der Italiener war für “Platoons” langjährigen Taktiker John Kostecki ins Team gekommen, nachdem die Mannschaft in diesem Jahr einige Male hinter den eigenen Erwartungen zurückgeblieben war.

Der Hamburger “Platoon”-Eigner und Steuermann Harm Müller-Spreer und sein neuer Taktiker Vasco Vascotto (2. v. r.) starteten mit Platz drei beim Royal Cup vielversprechend in ihre neue Segel-PartnerschaftFoto: Nico Martinez/52 Super Series
Der Hamburger “Platoon”-Eigner und Steuermann Harm Müller-Spreer und sein neuer Taktiker Vasco Vascotto (2. v. r.) starteten mit Platz drei beim Royal Cup vielversprechend in ihre neue Segel-Partnerschaft

Im Tiebreak vor Scarlino entschieden: “Platoon” vor “Phoenix”

Eigner und Steuermann Harm Müller-Spreer und sein internationales Team legten mit einem Tagessieg und einem zweiten Rang einen brillanten Schlusstag hin und holten sich den dritten Podiumsplatz. Bei Punktgleichheit musste der Tiebreak im direkten Vergleich mit der ebenfalls stark gesegelten “Phoenix” entscheiden. Mit einem Tagessieg mehr auf dem Scarlino-Konto hatte “Platoon” schließlich die Bugspitze knapp vorn. “Platoons” neuer Taktiker Vasco Vascotto war erleichtert und glücklich nach dem Finale:

“Wir haben seit Wochenbeginn enorme Verbesserungen erlebt, was die Kommunikation und die Zufriedenheit bei uns an Bord betrifft. Der beste Moment war wirklich nach dem schlechten Ergebnis am Vortag. Da hatte ich das Gefühl, dass wir ein richtiges Team sind, weil wir diesen schlechten Moment als Mannschaft in guter Atmosphäre überstanden haben. Die guten Ergebnisse heute folgten mit der Fähigkeit, die schlechten Ergebnisse als Team verkraften zu können.”

Eng wie hier geht es in der führenden Einrumpf-Profiliga fast immer zuFoto: Nico Martinez/52 Super Series
Eng wie hier geht es in der führenden Einrumpf-Profiliga fast immer zu

Vasco Vascotto: “Ich musste erst aufwachen, um gut genug zu sein”

Zur eigenen Leistung im und mit dem neuen Team sagte Vascotto: “Zu Beginn der Woche war ich so eingerostet, dass ich erst einmal aufwachen musste, um gut genug zu sein. Tatsache ist, dass ich mit Jordi Calafat, der schon einer meiner Helden war, als ich erst zwölf Jahre alt war, sehr gut kommuniziert habe. Das war wichtig, und wir haben es genossen, zusammen zu segeln. Ich denke, unsere Ergebnisse können immer besser werden. Harm kann das Boot so gut steuern. Mit der besser werdenden Kommunikation wurden alle ruhiger. Und wir wurden besser.”

Für Spannung sorgt in der 52 Super Series weiterhin die Ebenbürtigkeit der Mehrheit der Teams. Sieben von neuen Mannschaften konnten in Italien mindestens eines der zehn Rennen gewinnen. In der Saisonwertung führen nun die Scarlino-Sieger Quantum Racing (USA, 130 Punkte) vor “Phoenix” (135 Punkte) und “Platoon” (158 Punkte). Hier geht es zu den Ergebnissen vom Royal Cup der 52 Super Series. Hier geht es zur Saisonwertung nach vier von fünf Regatten. Die Entscheidungen über die Saisonplatzierungen fallen bei der Barcelona Sailing Week vom 24. bis zum 29. Oktober.

Tina und Hasso Plattners “Phoenix”-Team musste sich vor Scarlino im Kampf um Platz drei nur sehr knapp geschlagen geben, liegt aber in der Saisonwertung vor dem Barcelona-Finale auf Platz zwei hinter Quantum Racing | Foto: Nico Martinez/52 Super Series
Tina und Hasso Plattners “Phoenix”-Team musste sich vor Scarlino im Kampf um Platz drei nur sehr knapp geschlagen geben, liegt aber in der Saisonwertung vor dem Barcelona-Finale auf Platz zwei hinter Quantum Racing | 

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