20. Rolex Swan CupStefan Heidenreichs "OneGroup" gewinnt erste ClubSwan-50-WM

Tatjana Pokorny

 · 17.09.2018

20. Rolex Swan Cup: Stefan Heidenreichs "OneGroup" gewinnt erste ClubSwan-50-WMFoto: Rolex/Carlo Borlenghi
20. Rolex Swan Cup 2018

Der erste WM-Titel in der neuen ClubSwan-50-Klasse geht an einen deutschen Eigner: Stefan Heidenreich und seine Crew gewannen das Herzschlagfinale

  20. Rolex Swan Cup 2018: Für die traumhaft schönen Bilder sorgte einmal mehr der italienische Starfotograf Carlo BorlenghiFoto: Rolex/Carlo Borlenghi
20. Rolex Swan Cup 2018: Für die traumhaft schönen Bilder sorgte einmal mehr der italienische Starfotograf Carlo Borlenghi

110 Yachten aus 17 Ländern haben bei der 20. Jubiläumsauflage des Rolex Swan Cup um Titel und Positionen gekämpft. Leonardo Ferragamo, Präsident der Nautor-Swan-Gruppe, sagte nach dem Finale in Porto Cervo: "Das war ein Rolex Swan Cup, der noch besser war als alle vorherigen Editionen, und ich hoffe, dass er die Erwartungen aller Teilnehmer übertreffen konnte." An fünf intensiven Regattatagen waren die Teilnehmer in vornehmlich leichten Winden gefordert. Mit den Crews von Stefan Heidenreichs deutscher ClubSwan 50 "OneGroup" und der spanischen Swan 45 "Porron IX" wurden zwei neue Weltmeister gekürt. Der EM-Titel in der ClubSwan 45 ging an die italienische "Mela"-Crew.

Verlagssonderveröffentlichung
  Stefan Heidenreichs "OneGroup" vor Porto CervoFoto: Rolex/Carlo Borlenghi
Stefan Heidenreichs "OneGroup" vor Porto Cervo

Der Clip zeigt die spannenden Rennen am Finaltag und die Sieger

In der noch jungen ClubSwan50-Klasse wurde erstmals um einen WM-Titel gekämpft. Zwölf Yachten, besetzt mit prominenten Taktikern wie Ken Read ("Cuordileone"), Bouwe Bekking ("Niramo") oder Olympiasieger Xabí Fernandez ("Stay Calm"), rangen um die Krone. Am Finaltag lagen mit Heidenreichs "OneGroup", "Mathilde" und "Cuordileone" drei Yachten vor dem abschließenden Rennen gleichauf. "OneGroup"-Taktiker Cameron Dunn erzählte: "Im ersten Rennen des Tages schien für uns nichts richtig zu laufen. Im zweiten und letzten dieser WM hatten wir dann einen fürchterlichen Start. Die anderen beiden Yachten ("Mathilde" und "Cuordileone", d. Red.) haben sich für einen extremeren Schlag entschieden – was sich für uns gut ausgewirkt hat. Wir konnten das Rennen kontrollieren, auch wenn 'Cuordileono' uns immer wieder angegriffen hat. Eine brillante Halse hat uns am Ende geholfen, mit einer Bootslänge Vorsprung zu gewinnen." Es war die knappste Titelentscheidung bei dieser Serie. Der geschlagene "Cuordileone"-Eigner Leonardo Ferragamo sagte: "Die Menge an Adrenalin und Anspannung war eindrucksvoll! Das zählt zu den besten Wettbewerben, die ich je erlebt habe. Gratulation an 'OneGroup'. Sie waren gut vorbereitet, gut trainiert und verdienen diesen WM-Titel." Für Eigner Stefan Heidenreich war es der erste große Sieg in einer der ersten Regatten als Eigner.

In der Swan-45-Klasse konnten sich im Kampf um den WM-Titel die spanischen Titelverteidiger auf "Porron IX" gegen die deutsche "Elena Nova" durchsetzen. Zusammen gewannen die beiden dominierenden Mannschaften acht von zehn Rennen. Weil aber die Spanier in leichten Bedingungen etwas schneller unterwegs waren als die Deutschen, konnten sie das Duell in der flaueren Brise am Finaltag für sich entscheiden. In der Grand-Prix-Klasse unterlag die deutsche Swan 53 "Crilia" ihrem Schwesterschiff "Solte" mit zwei Punkten nur ganz knapp.

  Schöne Schwäne vor SardinienFoto: Rolex/Carlo Borlenghi
Schöne Schwäne vor Sardinien

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