12. Route du RhumStart nach Verschiebung am 9. November

Tatjana Pokorny

 · 06.11.2022

12. Route du Rhum: Start nach Verschiebung am 9. NovemberFoto: Alexis Courcoux/#RDR2022
Die Ultim-Giganten sind bereit für den Sprung über den Großen Teich

Erstmals in der 44-jährigen Geschichte der Route du Rhum musste ein Start verschoben werden. Jetzt gaben die Organisatoren den neuen Starttermin bekannt: Die Rekordflotte der 138 Boote wird am Mittwoch, dem 9. November, auf den rund 3.500 Seemeilen langen Kurs von Saint-Malo nach Guadeloupe geschickt

Schwere Sturmwarnungen hatten für das Novum der Startverschiebung gesorgt. Am 6. November, dem ursprünglich vorgesehenen Starttag, gaben die Organisatoren von OC Sport Pen Duick und Renndirektor Francis Le Goff nun den neuen Starttermin für die zwölfte Edition der Route du Rhum seit 1978 bekannt. Der Startschuss für die legendäre Soloregatta mit sechs Wertungsklassen fällt am 9. November um 14.15 Uhr. “Zu dem Zeitpunkt sollte das Wetter besser zu handhaben sein, wir erwarten westliche Winde um 15 Knoten”, kündigte Le Goff an.

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Die Renndirektion der Route du Rhum im Rampenlicht – hier wird der neue Starttermin angekündigt und erklärtFoto: Arnaud Pilpré/#RDR2022
Die Renndirektion der Route du Rhum im Rampenlicht – hier wird der neue Starttermin angekündigt und erklärt

“Der Start des Rennens dürfte nun weit weniger gefährlich sein”

Weiter sagte Le Goff: “Die Situation wird günstig sein und es den Booten ermöglichen, aus dem Ärmelkanal herauszukommen. Die Vorhersagen scheinen mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr als 90 Prozent sehr zuverlässig zu sein. Der Start des Rennens dürfte weit weniger gefährlich sein, als wenn der Start am Sonntag erfolgt wäre.”

Hier geht’s zur TV-Sondersendung zur Verschiebung des Rennens – auch in französischer Sprache bietet sie viele Einblicke, zeigt die Reaktionen der Skipper und das Szenario sowie die Überlegungen, die zur Verschiebung führten:

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Boris Herrmann: “Eine gute Entscheidung”

Die historisch erste Startverschiebung der legendären Soloregatta war von der weiten Mehrheit der Teilnehmer begrüßt worden. “Malizia – Seaexplorer”-Skipper Boris Herrmann aus Hamburg sagte: “Mit 55 Knoten Wind in Spitzen hätte man vielleicht noch umgehen können, auch wenn das nicht einfach gewesen wäre. Man hätte sicher nicht geract, sondern versucht, die ersten Tage survivalmäßig durchzukommen. Wirkliche Sorge hätte der Start mit den vielen Booten in sehr schmalem Korridor gemacht. Die Verschiebung ist aus meiner Sicht eine gute Entscheidung.”

Boris Herrmann startet erstmals mit der neuen “Malizia – Seaexplorer” wieder in ein SolorennenFoto: Pierre Bouras
Boris Herrmann startet erstmals mit der neuen “Malizia – Seaexplorer” wieder in ein Solorennen

Die teilnehmenden Skipper werden am Tag vor dem Start an einem weiteren Wetterbriefing teilnehmen. Die 38 Imocas und acht Ocean-Fifty-Boote werden am Dienstagnachmittag (Zeiten werden noch bekannt gegeben) die Docks in Saint-Malo verlassen. Die Kategorien Class 40 sowie Rhum Mono und Rhum Multi werden am Mittwochmorgen durch die Schleusen fahren.

Warten auf den Neustart … Darin übt sich hier “LinkedOut”-Skipper und Herrmann-Konkurrent Thomas Ruyant vor bretonischer KulisseFoto: Pierre Bours/TR Racing
Warten auf den Neustart … Darin übt sich hier “LinkedOut”-Skipper und Herrmann-Konkurrent Thomas Ruyant vor bretonischer Kulisse

Die Vorbereitungen werden ähnlich ablaufen wie am Freitag bei den Ultim-32/23-Giganten: mit Tribünen, die es dem Publikum ermöglichen, die Abschiede live zu verfolgen. Im Hafen von Saint-Malo bleibt dieser Sonntag der letzte Tag, an dem das Village geöffnet ist und um 17 Uhr schließt. Hier geht es zur Homepage der Route du Rhum.

Der Top-Favorit in der Imoca-Klasse: Charlie Dalin auf “Apivia”Foto: Pierre Bouras/Apivia
Der Top-Favorit in der Imoca-Klasse: Charlie Dalin auf “Apivia”

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