Vendée GlobeVendée Globe: "Seaexplorer" greift an!

Andreas Fritsch

 · 14.12.2020

Vendée Globe: Vendée Globe: "Seaexplorer" greift an!Foto: Boris Herrmann/Seaexplorer YC de Monaco

Boris Herrmann ist auf dem Vormarsch, hat spektakulär zur Verfolgergruppe aufgeschlossen und schickte tolle Videos von Bord. "Apivia" scheint wieder im Rennen

Das Bild und das Video des Tages schickte heute Boris Herrmann, der von achtern mit deutlich mehr Speed aufkam und mitten durch die Gruppe der Verfolger um Jean Le Cam ("Yes We Cam"), Damien Seguin ("Groupe Apicil"), Benjamin Dutreux ("Omia Water Family") und Louis Burtons "Bureau Vallée 2" segelte. Zeitweise hatte er zu allen vier Konkurrenten bei bestem Wetter Sichtkontakt. Offenbar ist seine "Sea Explorer" in diesen leichten Bedingungen mit Wind um die 10 Knoten unter teils blauem Himmel und glatter See schneller als die anderen Boote. So konnte der Deutsche heute die Lücke von fast 70 Seemeilen, die er gestern zu den Booten vor ihm hatte, zufahren.

Dazu kamen noch weitere gute Nachrichten: Er hat die Reparatur des ersten beschädigten Hydrogenerators abgeschlossen, der zweite ist ebenfalls so gut wie fertig. Wie er heute von Bord während des Mittags-Updates der Vendée Globe berichtete, ist sein Boot jetzt wieder in sehr guten Zustand und er bereit, im Pazifik wieder mehr zu attackieren: "Die letzten zwei Wochen waren schwer für mich. Ich fand kein Weg, das Boot schnell zu segeln. Aber jetzt läuft es gut!"

Boris Herrmanns segelt in Sicht von drei anderen Booten

Beim letzten Ranking um 15 Uhr hatte Herrmann Seguin und Dutreux bereits überholt und kam schnell auf Jean Le Cam auf. "Bureau Vallée 2" konnte den Speed später ganz gut mitgehen. Allerdings ist Louis Burtons Boot gehandicapt: Im Video ist zu sehen, dass er mit dem ersten Reff segelt; Herrmann erwähnt, dass er Probleme mit der Großsegel-Mastspur hat.

Vor den Verfolgern scheint Charlie Dalin mit der Reparatur seines Schadens am unteren Teil des Foil-Kastens voranzukommen, nachdem er heute gehalst und einige Stunden das Boot fast zum Stehen gebracht hatte, segelte er im 15-Uhr-Ranking wieder mit 14,5 Knoten hinter den beiden nun Führenden hinterher. Man darf gespannt sein, ob die Reparatur schon erfolgreich abgeschlossen ist, bislang hat das Team noch kein Update veröffentlicht.

Video vom Aufeinandertreffen der 5 Boote auf See

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