Vendée GlobeStart mit Siebenmeilenstiefeln

Andreas Fritsch

 · 05.11.2016

Vendée Globe: Start mit SiebenmeilenstiefelnFoto: Vincent Curutchet DPPI Vendée Globe

Die Vendée Globe ist gestartet, die Skipper erwartet in der ersten Nacht kräftiger Rückenwind. "Edmond de Rothschild" führt vor "PRB"

  Der Start des Rennens heute MittagFoto: Vincent Curutchet DPPI Vendée Globe
Der Start des Rennens heute Mittag
  Hält mit den Foilern gut mit: Vincent Rious "PRB"Foto: Vincent Curutchet DPPI Vendée Globe
Hält mit den Foilern gut mit: Vincent Rious "PRB"

Die Szenen waren wie immer bewegend: Mehr als 300.000 Fans säumten den Hafenkanal von Les Sables d' Olonne, als die 29 Starter langsam in Richtung offenes Meer aufbrachen. Jubel brandet bei jeder Passage eines Bootes auf. Der eine oder andere Skipper musste da wohl eine Träne verdrücken, als er Familie und Team am Ponton oder Ufer zum letzten Mal für vermutlich knapp 80 Tage sahen. Dann ging es bei perfektem Wetter mit etwas Sonne und 14 Knoten nordöstlichen Wind an den Start. Nicht dass der bei einem Rennen um die Welt sonderlich wichtig wäre, aber dennoch eine willkommene Möglichkeit, sich noch einmal vor den Augen der Zuschauer (..und Sponsoren) gut ins Bild zu setzen. Das gelang Vincent Riou besonders gut, der vorne lag, aber schon nach kurzer Zeit von Sébastien Josses Foiler "Edmond de Rothschild" kassiert wurde.

  Stand des Rennens wenige Stunden nach dem StartFoto: Vendée Globe
Stand des Rennens wenige Stunden nach dem Start
  Emotional: die Passage an den Fans vorbei im Hafenkanal von Les Sables d'OlonneFoto: Vincent Curutchet DPPI Vendée Globe
Emotional: die Passage an den Fans vorbei im Hafenkanal von Les Sables d'Olonne

Die Wiederholung des Starts gibt es hier:

Pech hatte der Spanier Didac Costa, der kurz nach dem Start plötzlich mit killenden Segeln im Wind liegen blieb und etwas ratlos im Cockpit stand. Kurz darauf teilte die Rennleitung mit: Der 35-Jährige kehrt wegen technischer Probleme zum Ausgangshafen zurück und will eine Reparatur versuchen. Was genau das Problem ist, war noch unklar.

Das Feld segelt nun in die erste Nacht, die mit 20 bis 22 Knoten raumen Wind und Böen bis zu 35 Knoten ideale Bedingungen für eine pfeilschnelle Passage gen Süden bringen soll. Schon am Montagmorgen werden die Boote das Kap Finisterre passieren. Es wird ein Wettlauf gegen das Wetter, denn das Azorenhoch baut langsam eine Hochdruckrinne in Richtung Gibraltar und afrikanisches Festland auf, die es möglichst noch zu passieren gilt, bevor man in der Schwachwindzone einparkt.

In den ersten Stunden hielt Vincent Rious "PRB" locker den Speed der Foiler von Sébastien Josse (Edmond de Rothschild") und Jean-Pierre Dick ("St. Michel-Virbac") mit. Man darf gespannt sein, ob die erste Nacht mit mehr Wind den Vorteil bringt, den sich die Foiler auf raumen Kursen mit dieser Windstärke erhoffen.

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