Vendée GlobeNeue Malizia-Dokuserie – ”Wir wollen wirklich gewinnen!”

Tatjana Pokorny

 · 27.01.2026

Team Malizia startet eine neue Dokuserie zum Imoca-Neubau. Sie beginnt am 28. Januar voraussichtlich um 18 Uhr.
Foto: Team Malizia
Es ist schon längst kein Geheimnis mehr: Boris Herrmann und Team Malizia bauen eine neue Imoca für die dritte Teilnahme des Skippers an der Vendée Globe und weitere Rennen auf dem Weg dahin. Bis Ende Juni soll die Neue voraussichtlich fertig sein. Schon in dieser Woche startet eine neue Dokuserie, die hinter die Neubaukulissen blickt.

“Born to race: Inside The Making Of Team Malizia’s next Imoca.” Das ist der Titel einer neuen siebenteiligen Dokuserie, die sich mit dem Imoca-Neubau von Team Malizia befasst. Einen ersten kurzen Trailer zur Inhouse-Produktion gibt es schon. Darin spricht Boris Herrmann auch darüber, dass “wir wirklich gewinnen wollen”, “dass wir ein neues Boot bauen und nach jedem halben Kilo schauen, um das wir das Boot erleichtern können”, “dass wir alle pushen”. Fernziel für die neue Imoca ist die Vendée Globe 2028/2029.

Vendée Globe: Sind aller guten Dinge drei?

Kurz wird im Trailer auch auf den Ursprung des Neubauprojekts eingegangen. Die Essenz: “2023 haben Boris Herrmann und das Team begonnen darüber nachzudenken, ein neues Boot zu bauen. Ein Boot, das zum Gewinnen gemacht ist.” Der Serienstartschuss fällt am Mittwoch, den 28. Januar. Der siebte und letzte Teil wird Ende Juli etwa einen Monat nach dem Stapellauf gezeigt.

“Ich habe einen Traum. Ich realisiere den Traum. Das ist doch das coolste Ding!” Boris Herrmann

Nach dem aufregenden fünften Platz bei seiner Imoca-Premiere 2020/2021 und dem etwas weniger geliebten zwölften Platz bei der zweiten Solo-Runde um die Welt 2024/2025 nehmen der jetzt 44 Jahre alte Boris Herrmann und Team Malizia jetzt ihren dritten Vendée-Globe-Anlauf. Ziel ist die Teilnahme an der elften Edition der bekanntesten Nonstop-Soloregatta um die Welt. War Herrmann beim ersten Mal noch mit einem gebraucht gekauften Boot unterwegs, hatte das Team für die zweite Runde mit “Malizia – Seaexplorer” eine Imoca nach den eigenen Vorstellungen gebaut.

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Für das dritte Mal befindet sich nun für Team Malizia und seinen Skipper Boris Herrmann eines von drei Schwesterschiffen im Bau, das bei CDK Technologies in Lorient im Design-Verbund mit zwei weiteren Teams entsteht. Dabei setzt das Team Thomas Ruyant Racing den Bau auch ohne den von Bord gegangenen Sponsor fort, hofft weiter, neue Partner für das vielversprechendes Projekt und die im Zeitplan erste der drei neuen Imocas zu finden.

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Drittes Team im Bund ist der Rennstall Banque Populaire mit Skipper Loïs Berrehar, dessen Boot bis Anfang 2027 fertiggestellt sein soll. Für das Design der Imoca-Drillinge zeichnen Yachtkonstrukteur und Segler Antoine Koch, das Unternehmen Finot-Conq und Gsea Design verantwortlich. “Wir sind überzeugt, dass wir mit drei Booten stärker sein werden”, hatte Boris Herrman bei der ersten Vorstellung des ehrgeizigen Projekts im Mai 2025 gesagt.

Antworten auf die Fragen zum Neubau für die Vendée Globe

Boris Herrmanns Neue soll in diesem Sommer bis Ende Juni fertig werden. Auf dem Weg dahin begleitet die neue Dokuserie die Entstehung der Imoca, mit der Deutschlands bekanntester Weltumsegler in zweieinhalb Jahren bei der Vendée Globe wieder angreifen will. Die Serie läutet Team Malizia ein mit der Frage: “Was braucht es wirklich, um eine erfolgreiche Imoca zu bauen?”

Ob große und mutige Ideen oder kleine, aber feine Details: Team Malizia will mit der neuen Doku Intensiv-Blicke hinter die Kulissen des Neubauprojekts werfen. Gefilmt wurde für die Serie schon seit Baubeginn. Begleitet werden laut Team Malizia “die menschliche, technische und strategische Reise zur Entstehung einer Hochleistungs-Rennyacht”.

Themen sind laut Team Malizia beispielsweise die Rumpfform, das Segeldesign, die Ergonomie, die jede Bewegung an Bord bestimmt oder auch die verschiedenen Ebenen der Elektronik. Zum Mitverfolgen loten Boris Herrmanns Team und die externen Experten die Möglichkeiten aus. Das Versprechen, das die Ankündigung der neuen Dokuserie begleitet: “Anstatt einfache Updates zum Bau zu liefern, beleuchtet ‘Born to Race’ die Fragen, die das Projekt antreiben.” Dreh- und Angelpunkt ist Boris Herrmann, der nach seiner Antarktis-Mission Ende 2025 im Januar bereits intensiv in Lorient im Einsatz war.

Eine Million Euro Preisgeld für die 11. Vendée Globe

Nachgegangen wird in der neuen Serie Gedanken wie diesen: Wie wird eine Vision Wirklichkeit, wie treibt Erfahrung Innovation voran und wie prägen die Lehren aus vergangenen Kampagnen die Zukunft? Die Ausstrahlung der einzelnen Serienfolgen sind ab 28. Januar (voraussichtlich ab 18 Uhr) für jeden letzten Mittwoch eines Monats geplant. Sie sollen laut Team Malizia “die Intensität, Kreativität und Zusammenarbeit hinter einem Bauprojekt einfangen, das sich über einen längeren Zeitraum erstreckt und zum Stapellauf der zukünftigen Imoca des Teams Malizia im Frühsommer 2026 führt.”

Im Visir ist bei allem die 11. Vendée Globe, die am 12. November 2028 um 13.02 Uhr in Les Sables-d’Olonne startet. Bis zu 40 Skipperinnen und Skipper werden zugelassen. Drei Wild Cards behalten sich die Veranstalter vor. Hier geht es zu den Essenzen des Regelwerks. Das Preisgeld wurde von 820.000 Euro in 2024 auf eine Million Euro für die kommende Auflage erhöht. Alleine der Sieg ist beim nächsten Mal 250.000 Euro wert.

Episode 1 wird am Mittwoch (28. Januar 2026) ausgestrahlt und markiert den Beginn eines neuen Kapitels für Team Malizia, das lange vor dem Stapellauf des Bootes begonnen hat. Hier geht es zum Trailer:

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