Vendée GlobeKollision mit der lachenden Kuh

Andreas Fritsch

 · 11.11.2012

Vendée Globe: Kollision mit der lachenden KuhFoto: J.-M. Liot/DPPI/Groupe Bel
"Groupe Bel"
Der Open 60 "Groupe Bel" von Kito de Pavant wurde nachts von einem portugiesischen Fischtrawler gerammt und schwer beschädigt

Er scheint vom Pech verfolgt zu sein: Schon bei der letzten Vendée Globe 2008 kam dem Franzosen kurz nach dem Start noch in der Biskaya der Mast von oben, diesmal schaffte er es immerhin bis zur Westküste Portugals, bevor das Schicksal wieder zuschlug. Ein Fischtrawler rammte den Open 60 an der Backbordseite und beschädigte ihn so schwer, dass vorn ein riesiges Loch klafft und auf Höhe der Backbordsaling sogar das Deck zusammengeschoben worden ist. Ein Wunder, dass das Rigg nicht herunter kam. Pavant segelt mit erstaunlich viel Speed nun nach Cascais. Er filmte die Schäden und sandte einen Abschiedsgruß an seine Fans.

Das Rennen ist für ihn beendet.

Zum Zeitpunkt des Crashes war Pavant unter Deck und schlief. Nach eigenen Angaben war er vorher an Deck für einen Rundblick gewesen und hatte auf dem Radar und dem AIS-System keine anderes Signal in der Nähe registrieren können. Daraufhin ging er unter Deck. Wenig später kam es zum Crash. Der vorgeschriebene AIS-Sender des Trawlers sei nicht aktiviert gewesen.

Andreas Fritsch

Andreas Fritsch

Freier Autor

Andreas Fritsch segelte seit Kindesbeinen an, erst mit der Jolle, später mit eigenen Kielschiffen auf der Elbe und der Ostsee. Ab 1997 arbeitete er für die YACHT, ab 2001 schwerpunktmäßig im Bereich Reise und Charter. Er war in fast allen Revieren weltweit unterwegs und gilt als Charter-Experte. Er hat zwei Revierführer für das Mittelmeer geschrieben. Seit einigen Jahren segelt er mit einem GFK-Klassiker vom Typ Grinde auf der Ostsee und arbeitet aktuell als Freier Autor für YACHT und BOOTE.

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