Vendée GlobeFoil-Bruch wirft "Hugo Boss" zurück

Tatjana Pokorny

 · 06.09.2016

Vendée Globe: Foil-Bruch wirft "Hugo Boss" zurückFoto: Mark Lloyd

Alex Thomson erklärt, warum er nach dem Bruch des neuen Generation-2-Foils am Wochenende nun wieder zur ersten Generation Foils greift

  Alex ThomsonFoto: BWR/Gilles Martin-Raget
Alex Thomson

Ärgerlicher Bruch auf "Hugo Boss": Bei einem Trainingseinsatz am vergangenen Wochenende im Solent ist der neue Backbord-Foil der schwarzen Imoca 60 in flachem Wasser bei 20 Knoten Wind und 26 bis 28 Knoten Bootsgeschwindigkeit gebrochen. Thompson hörte dabei einen lauten Knall. Der Foil sei an einer Stelle zerborsten, an der er gerade aus dem Boot herausgeschaut habe. Die Bedingungen seien "recht normal" für sein Boot gewesen, erklärt der "Boss", der nun für die kommende Zeit und voraussichtlich auch für die bevorstehende Vendée Globe wieder auf die erste Generation Foils zurückgreifen muss.

"Wir hatten mit den neuen Foils technisch keine Riesensprünge gemacht und werden nun genau analysieren, was zum Bruch des kompakten Kohlefaser-Teils geführt hat. Da wird irgendwo ein Fehler in der Konstruktion oder der Herstellung vorliegen. Es war sicher kein Anwender-Fehler", so Thomson. Glücklich darüber, dass er nun wieder mit den "alten" Foils segeln muss, ist er nicht. "Es ist nicht gerade das Beste der Welt, aber eines steht fest – die sind zuverlässig! Sie haben 10.000 Seemeilen absolviert, und wir sind absolut überzeugt, dass sie für die Aufgabe stark genug sind."

Das Boot würde mit den Generation-1-Foils in einigen Bedingungen möglicherweise etwas benachteiligt sein, doch das sei nicht das Ende der Welt. Thomson erinnerte an die wichtigste Voraussetzung für Erfolge bei Segel-Marathons wie der Nonstop-Einhand-Weltumseglung Vendée Globe: "Wenn du Erster werden willst, musst du erst einmal ankommen. Und diese (dabei tätschelt er den älteren Foil und lächelt) sollten uns ins Ziel bringen."

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