Vendée GlobeDas endgültige Aus für Bernard Stamm?

Lars Bolle

 · 06.01.2013

Vendée Globe: Das endgültige Aus für Bernard Stamm?Foto: Thierry Martinez / Sea and co
Der Schweizer Bernard Stamm mit seiner "Cheminées Poujoulat"
Die Protestverhandlung wird wieder eröffnet; die Energieversorgung ist durch Schaden am Hydrogenerator auf dem Schweizer Boot ausgefallen

Gerade konnte sich der Schweizer noch freuen, dann musste er die nächste Hiobsbotschaft hinnehmen. Die Rennleitung hatte angekündigt, die Protestverhandlung, die zu seiner Disqualifikation geführt hatte, wieder aufzunehmen. Angeblich rechtfertige dies die Aussage des Kapitäns des russischen Frachters, an dem Stamm bei seinem Reparaturaufenthalt angelegt hatte.

In der Nacht zum Sonntag, etwa 1000 Seemeilen vor Kap Hoorn, kollidierte jedoch gegen 3.30 Uhr offenbar der zweite noch intakte Hydrogenerator am Heck mit einem Unterwasserhindernis und fiel aus. Ohne Energieerzeugung kann Stamm jedoch die wichtigen Aggregate nicht betreiben. So benötigen der Autopilot und der Wassermacher Energie, außerdem der Navigationscomputer mit den Bootsdaten, die Positionslaternen, AIS, Radar, UKW und der Neigekiel.

Ob der Hydrogenerator reparabel ist, ist noch unklar. Stamm hat auch nur noch wenig Kraftstoff für den Generator, sodass dessen dauerhafter Ausfall wohl das Ende des Projektes bedeuten würde. Es wäre die dritte Vendée Globe, die Bernard Stamm wegen Materialfehlern aufgeben müsste.

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Chefredakteur Digital

Lars Bolle ist Chefredakteur Digital und Gründer von YACHT-Online. Viele Jahre war der Diplom-Sportwissenschaftler als Redakteur der YACHT in den Bereichen Sport und Seemannschaft tätig und hat die größten Segelsport-Veranstaltungen der Welt begleitet, vom America's Cup bis zu Olympischen Spielen. Seine persönliche Segel-Vita reicht vom Leistungssport in der Jolle (Deutscher Meister 1992 im Finn Dinghi) über historische und moderne Jollenkreuzer bis hin zu europaweiten Charter-Törns.

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